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Diese Siebdrucke von Wolfgang Schmidt sind Teil der Schenkung.
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Diese Siebdrucke von Wolfgang Schmidt sind Teil der Schenkung.

Klingspor-Museum Offenbach

Freude über 195 Originalgrafiken

  • Agnes Schönberger
    VonAgnes Schönberger
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Das Klingspor-Museum erhält 195 Originalgrafiken aus den 1960er und 1970er Jahren als Schenkung. Es kann damit Lücken in der Sammlung schließen.

Wir haben einfach Glück gehabt“, sagt Stefan Soltek. Der Leiter des Klingspor-Museums kann sich über eine Schenkung von 195 Originalgrafiken aus den 1960er und 1970er Jahren freuen. Es sind Arbeiten bekannter Künstler wie Horst Antes, Emil Schumacher, Wolfgang Schmidt, HA Schult, Walter Stöhrer und Wolf Vostell und alle relevanten Kunstrichtungen jener Zeit vertreten – wie Op Art, Pop Art, Informel, konkrete, abstrakte und figurative Kunst.

Durch die großzügige Gabe könne das Museum Lücken vor allem im Bereich der Op-Art schließen, die bisher im Bestand wenig vertreten sei, sagte Museumsleiter Soltek.

Die Schenkung verdankt sich einem Zufall. Vor etwa drei Jahren hatte Soltek mit dem Sohn des ehemaligen Mainzer Galeristen und Verlegers Alexander Baier in der Jury für den deutschen Designpreis gesessen. Der Kontakt zahlte sich aus. Berthold Baier, der Bruder des Jurymitglieds, überließ dem Offenbacher Haus nun die grafische Sammlung. Soltek nannte das Konvolut eine Bereicherung für das Museum. Umfang und Qualität der in kleinen Auflagen von bis zu 100 Exemplaren veröffentlichten Grafiken seien bemerkenswert.

Alexander Baier hatte seine Galerie für moderne Kunst 1961 in Mainz gegründet. Von 1964 bis in die 1980er Jahre war er Verleger und Herausgeber der Zeitschrift „Magazin Kunst – Kunstmagazin“. Von 1962 bis 1968 gab er monatlich Originalgrafiken zeitgenössischer Künstler zu sehr niedrigen Preisen heraus, um moderne Kunst auch für ein breites Publikum erschwinglich zu machen.

Von Horst Antes besitzt das Museum eine beidseitig bedruckte Lithografie von 1962, dem Jahr, als der Künstler seinen „Kopffüßler“ erfand – eine Kunstfigur, die keinen Hals, wenig Brust und Bauch besitzt und deren Kopf und Füße ineinander übergehen. Wolfgang Schmidt, der die grafische Konzeption für die Frankfurter U-Bahn entworfen hat, ist mit minimalistischen geometrischen Arbeiten vertreten, Wolf Vostell mit dem 1972 entstandenen Siebdruck „Olympia“, mit dem er auf das Attentat bei den Olympischen Spielen in München reagierte.

Soltek zufolge ist die Schenkung auch deshalb interessant, weil einige grafische Arbeiten einen deutlichen Bezug zur Buchkunst jener Zeit und damit zur Sammlung des Klingspor-Museums böten. Wann einzelne Exponate in einer Ausstellung gezeigt werden, ist offen.

Interessierte können die Grafiken allerdings auf Anfrage im Klingspor-Museum oder demnächst auf der Webseite begutachten. www.klingspor-museum.de

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