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Der Bereich Mode und Design wird für die Eröffnung dekoriert.

Hochschulen

Fresenius zurück in Wiesbaden

Der Neubau der privaten Hochschule ist fast fertig und eröffnet am Samstag offiziell.

Im Eingangsbereich laufen Handwerker kreuz und quer, es wird gehämmert und geklebt, die Wände erscheinen noch nackt.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt: Der Neubau der Hochschule Fresenius in Wiesbaden ist fast fertig,

Die Privatschule, die 1995 nach Idstein umgezogen war, kehrt damit an ihren alten Standort zurück. Insgesamt 22 Millionen hat der Bau in der Moritzstraße laut Pressesprecher Alexander Pradka gekostet. Zu dem neuen Gebäude gehören eine eigene Mensa, eine Bibliothek, zwei Dachterrassen und eine Tiefgarage mit knapp 90 Stellplätzen.

Auch in die sogenannte Kreativwerkstatt sind die Investitionen geflossen. „Konzepte entwickeln“ sollen die Studierenden hier, sagt Christina Busch. Sie ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Akademie Mode und Design, die mittlerweile auch zur Hochschule Fresenius gehört. In der Kreativwerkstatt fällt ein Element besonders ins Auge. Puppen stehen dort herum, eine trägt ein mehrteiliges, dunkelrotes Kostüm. Bald können die Studierenden an diesen Figuren üben. Planen und zeichnen können sie an den hohen Tischen im Nebenraum, der Nähwerkstatt.

Das neue Hochschulgebäude an der Moritzstraße.

Die Privatschule ist aber nicht nur Anlaufpunkt für Kreative. Insgesamt 29 Bachelor- und Masterstudiengänge gibt es, einige davon berufsbegleitend. Billig ist das Studium hier nicht: Zwischen 350 und 800 Euro müssen die Studierenden hier pro Monat bezahlen.

Dafür wirbt Fresenius aber auch damit, mehr zu bieten als eine „normale“, staatliche Hochschule. Ann-Kristin Lauber, die den Standort Wiesbaden managt, betont, das sogenannte „Kompetenz-Center“ mache den Unterschied. Dort biete die Hochschule ihren Studierenden eine umfangreiche Beratung an: Die Abteilung „Career Services“ stellt Kontakte zu Unternehmen her, das Büro nebenan vermittelt Sprachkurse- und -reisen.

Besonders den Bereich „Entrepreneurship“ stellt Lauber in den Vordergrund. Hier können die Studierenden „Unternehmensideen durchspielen und eventuell sogar realisieren“, sagt die Managerin. Sie und Alexander Pradka sprechen davon, dass Thema Gründen in Wiesbaden vorantreiben zu wollen. Ein Grund dafür ist sicher, dass der „Heimathafen“ ein Nachbar der Hochschule ist. Dort kommen regelmäßig Gründer zusammen, um sich auszutauschen.

Neben den Serviceangeboten kommt die Hochschule auch mit einer modernen technischen Ausstattung daher. In den „Mac-Räumen“ hat jeder Sitzplatz seinen eigenen iMac. Das fällt auf, denn ähnlich kostspieliges Inventar findet sich in einer staatlichen Hochschule eher selten.

Von Vorteil für die knapp 1000 Studierenden, die im April hier ihr Studium beginnen werden, ist dass direkt neben der Hochschule ein neues Wohnheim entsteht. Die Nassauische Heimstätte baut dort seit Februar einen Komplex, der am Ende 109 Appartements Platz bieten soll. Die Wiesbadener Studierenden können dort voraussichtlich ab Herbst 2020 einziehen, die Mieten beginnen bei 390 Euro warm.

von Paul Siethoff

Fresenius - Private Hochschule

Die Fresenius-FH eröffnet in Wiesbaden ihren neunten Standort, sie besitzt unter anderem in Hamburg, München und New York Niederlassungen.

Insgesamt studieren dort 12 000 junge Menschen. In Wiesbaden werden es ab April etwa 900 Studierende sein, von denen der Großteil vorher am Standort Idstein angesiedelt war. Laut Fresenius sollen es im Optimalfall in den nächsten Jahren bis zu 1500 Studierende werden.

Am Standort Wiesbaden wird es 16 Bachelor- und 13 Masterstudiengänge geben.

Am heutigen Samstag feiert die Hochschule offizielle Eröffnung. Es gibt ein Rahmenprogramm, verschiedene Aktionen und ein Gewinnspiel. Beginn ist um 14 Uhr, ab 18.30 Uhr findet ein Livekonzert statt. prps

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