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Elke Ungeheuer ist im Hessenpark für Ehrenamt und Fördermittel zuständig.

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215 freiwillige Helfer im Hessenpark

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25 Einsatzfelder sind ohne Ehrenamtler nicht denkbar. 215 Frauen und Männer sind derzeit engagiert.

Im Freilichtmuseum Hessenpark ist das Ehrenamt eine unerlässliche Größe – ein Bereich, der seit Jahren wächst. „Wir haben aktuell zehn Anfragen“, sagt Elke Ungeheuer, die sich in der Verwaltung um Ehrenamt und Fördermittel kümmert. Im Gegensatz zu anderen Institutionen und Organisationen steht das bei Neu-Anspach gelegene Museum in Sachen Ehrenamt mehr als gut da. Menschen, die einst Besucher waren, melden sich mit dem beginnenden Ruhestand, wollen helfen, den Hessenpark-Bildungsauftrag mittragen. 

215 Frauen und Männer sind derzeit engagiert, widmen sich saisonweise einer „unbezahlten, aber unbezahlbaren Arbeit“. Spezielle Vorbildungen oder Erfahrungen sind nicht vonnöten. Wer anklopft, wird zu einem „Erstgespräch“ eingeladen, kann eine „Schnupperphase‘“ absolvieren. Elke Ungeheuer: „Der Kontakt mit Besuchern will schon erprobt sein.“ Gerade während der Wochenenden tummeln sich Tausende auf dem weitläufigen Gelände. Die Bandbreite der Aufgaben ist weitgedehnt: Da sollen ehrwürdige Handwerkstechniken vorgeführt und erklärt, Ausstellungen betreut oder Nahrungsmittel verkauft werden. 

25 Einsatzfelder sind ohne Ehrenamtler nicht denkbar. Während Tierpflege und einige Vorführhandwerke wie Seilerei, Schmiede oder Hausfrauenarbeit auf Honorarbasis vonstatten gehen, liegt das Erlebnisglück in der Drechslerwerkstatt, Windmühle und Fuldaer Schreinerei ganz in ehrenamtlicher Hand. Das freiwillige Engagement wird schriftlich vereinbart und von einer Unfall- und Haftpflichtversicherung gestützt. Weil sich in den diversen Stätten mittlerweile Gruppen von Fachleuten zusammengefunden haben, müssen freiwillige Koordinatoren die Abläufe steuern. Eingespielte Teams sind auch bei Turmuhren- und Funk-Präsentation, im Foto- und Posthaus im Einsatz. Angefangen hat die Ehrenamtshistorie des Hessenparks im Ausstellungsgebäude von Gemünden, wo die schönen Künste bis heute tonangebend sind. Viele der langjährig Aktiven haben dort ihre Museumslaufbahn begonnen – stets vom Kurator ins jeweilige Thema eingeführt, immer mit Begleitmaterial versorgt.

Früh unter Ehrenamtsfittichen waren auch das Turmuhren- und Druckermetier. „Etliche unserer Fachkräfte sind ihren Themenfeldern seit mehr als zwei Jahrzehnten verpflichtet.“ Weite Anreisen sind an der Tagesordnung, viele Helfer kommen aus Gießen, Wiesbaden, Offenbach. Fahrtkosten werden nicht erstattet –

jedoch Schulungen, Materialien, Mitgliedschaft im Förderkreis, „Dankeschön“-Feierlichkeiten oder Verzehrgutscheine gewährt. Seit sechs Jahren – „damals gab es hier etwa 100 Ehrenamtliche“ – ist das „systematische Kümmern“ ein fester Bestandteil der Hessenpark-Verwaltung. Auch in Magazin und Bibliothek, bei Inventarisierung oder Reparatur ist die Unterstützung willkommen. Sogar „Einzelkämpfer“ wie Teichkontrolleur, Vogelstimmenführer oder Forstjäger bekommen ihre Reviere. Als „neue Gruppen“ etablieren sich gerade die Abteilungen „Gärtnerei & Garten“ sowie „Restaurierung alter Maschinen“. Es ist zumeist die ältere Generation, die sich der hessischen Landgeschichte verpflichtet fühlt. „Botschafter“, wie Elke Ungeheuer ihre 215 Treuen nennt. Die sich nicht scheuen, „Diskussionen anzustoßen“, Impulse zu setzen.

Kontakt: Telefon 06081 / 58 81 70 oder ehrenamt@hessenpark.de. www.hessenpark.de

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