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An dieser Sprunganlage passierte der tödliche Unfall.

Hoherodskopf

Freispruch im Prozess um tödlichen Sprungturm-Unfall in Mittelhessen rechtskräftig

Zwei Männer werden im Prozess wegen eines tödlichen Sprungturm-Sturzes in Mittelhessen freigesprochen. Nun ist das Urteil rechtskräftig.

Der Freispruch für die beiden Angeklagten im Prozess wegen eines tödlichen Sprungturm-Sturzes in Mittelhessen ist rechtskräftig. Es sei keine Revision gegen das Urteil vom 28. Februar am Landgericht Gießen eingereicht worden, sagte ein Gerichtssprecher am Montag auf Anfrage. Zwei Männer waren wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Die 42- und 44-Jährigen waren Betreiber eines Kletterparks in Schotten (Vogelsbergkreis). Sie hatten im Sommer 2015 auf dem Hoherodskopf einen Sprungturm als Attraktion aufbauen lassen. Von dort aus stürzte ein zwölfjähriges Mädchen in die Tiefe, prallte unglücklich vom Rand des Luftkissens ab und wurde zu Boden geschleudert. Sie erlag später ihren schweren Verletzungen.

Nach der Beweisaufnahme hatten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidiger der beiden Männer auf Freispruch plädiert. Nur der Anwalt der Nebenklage (Vater des Opfers) hatte eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung gefordert.

Das Landgericht hielt in seinem Urteil zwar fest, dass es beim Bau des Sprungturms gravierende Abweichungen von Vorgaben gegeben habe und sich die Angeklagten vor der Errichtung nicht über die Gefahren informiert hätten. Es sei aber in dem Prozess nicht festzustellen gewesen, dass diese Fehler zum Tod des Mädchens geführt hätten. (dpa)

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