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Freie Wähler treten an

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Direktkandidaten für die Landtagswahl nominiert

HOCHTAUNUS - CDU, SPD, Grüne, AfD, Die Linke - alle werden sie bei der Landtagswahl im kommenden Herbst antreten - mindestens. Nun wird bekannt, dass der Wahlzettel üppiger ausfällt als gedacht, auch die Freien Wähler (FW) werden im Hochtaunus antreten, Kandidaten gibt es auch schon: Im Wahlkreis Hochtaunus I mit Bad Homburg, Friedrichsdorf, Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Usingen und Wehrheim soll es Glashüttens Ex-Bürgermeisterin Brigitte Bannenberg richten. Als Ersatzkandidatin ist Christin Jost (Weilrod) vorgesehen. Mit wem Bannenberg es bei der Wahl zu tun haben wird, steht bisher nur bei der CDU mit Holger Bellino und der FDP mit Philipp Herbold fest.

Im Wahlkreis Hochtaunus II - Oberursel, Kronberg, Königstein, Steinbach, Glashütten, Schmitten und Weilrod - wird der Oberurseler Andreas Bernhard zu CDU-Mann Sebastian Sommer und dem von der FDP nominierten Steinbacher Stefan Naas, zugleich auch Spitzenkandidat der Landesliste, in den Ring steigen. Ersatzkandidat soll Ingo Wolf (Oberursel) werden. Weitere Nominierungen anderer Parteien sind noch nicht bekannt.

Beide, Bernhard und Bannenberg, gehören dem Kreistag an. Bernhard ist außerdem Fraktionschef der OBG in der Oberurseler Stadtverordnetenversammlung. Die FW wollen ihr Spitzenpersonal am Freitag in einer Mitgliederversammlung nominieren. Die Vorsitzende der FW Hochtaunus, Karin Birk-Lemper, bestätigte die Ambitionen der FW, in den Landtagswahlkampf einzusteigen. Dass Freie Wähler Landespolitik könnten und sogar ministrabel seien, sehe man in Bayern und Rheinland-Pfalz, sagte Birk-Lemper.

Bannenberg bestätigte ihre Kandidatur auf Anfrage. Nach ihrer Zeit als Bürgermeisterin wolle sie gerne „politisch weiterarbeiten“, ein Landtagsmandat anzustreben, sei da der logische Schritt. Für die FW sehe sie gute Chancen, auch für sich selbst, denn schließlich sei sie in der Öffentlichkeit bekannt. Das wolle sie nutzen, um für die FW zu punkten. Erwartungen zum Wahlergebnis äußerte sie nicht, sie hoffe aber, das FW-Stimmenpotenzial im Kreis ausschöpfen und auch bei CDU- und SPD-Wählern reüssieren zu können.

Auch ihr Mitstreiter Bernhard ist guten Mutes. Wenn er das Mandat bekomme, werde er versuchen, seinen Beitrag dafür zu leisten, dass sich Landespolitik künftig mehr an den Kommunen ausrichtet. Bernhard wagt auch eine Prognose: „Bei der letzten Landtagswahl hatten die FW mit nur wenigen Direktkandidaten 3 Prozent, jetzt gibt es jede Menge Kandidaten mit viel kommunalpolitischer Erfahrung, da sollten 5 Prozent schon drin sein.“ as

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