Wetterau

Positive Bilanz der Wirtschaftsförderung

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Die Wirtschaftsförderung Wetterau freut sich, dass die Beschäftigtenzahlen im Altkreis Büdingen wieder steigen. Auch das Interesse an Förderprogrammen nehme zu.

Die Wirtschaftsförderung Wetterau zeichnet ein positives Bild der wirtschaftlichen Entwicklung. Diese setze sich in allen Teilen des Landkreises fort, teilten die Geschäftsführer Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger am Freitag mit. Jede Woche erreichten die Mitarbeiter mehrere Anfragen von Unternehmen, die in Betracht zögen, sich in der Wetterau anzusiedeln.

„Viele Anfragen konzentrieren sich zunächst auf Flächen und Immobilien im Speckgürtel der Metropole Frankfurt, die aber wegen hoher Konkurrenz, steigenden Preisen und begrenztem Flächenangebot nur noch schwierig zu realisieren sind“, sagte Karger. Gleichwohl sei nach einer Konjunkturdatenanalyse der Wirtschaftsförderung auch der ländlichere Ostkreis wieder attraktiv für Gewerbetreibende. Laut der Analyse ist die Zahl der Beschäftigten im Altkreis Büdingen von 2010 bis 2017 um rund 18 Prozent gestiegen. Insbesondere die Kommunen entlang der A 45 sowie die Mittelzentren Nidda (plus 21 Prozent) und Büdingen (26,6 Prozent) hätten in den sieben Jahren Zuwächse verzeichnet.

Zwischen 1990 und 2010 waren dort indes mehr als neun Prozent der Arbeitsplätze verlorengegangen. Und nicht jeder empfindet die Entwicklung so positiv. Büdingens Bürgermeister Erich Spamer (Freie Wähler) vermag keinen Trend zu einer verstärkten Ansiedlung von Unternehmen im Büdinger Raum erkennen. Im Falle des im Südwesten der Stadt gelegenen Gewerbegebietes Reichardsweide zum Beispiel tue sich die Hessische Landgesellschaft bei der Vermarktung der Flächen schwer, berichtet er.

Eine gute Entwicklung sieht die Wirtschaftsförderung auch, was die Auszahlung von Fördermitteln betrifft. Diese stammten nahezu komplett aus dem Leader-Programm der Europäischen Union und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, sagt Mitarbeiterin Cornelia Dörr. Mehr als 800 000 Euro Fördermittel seien 2018 generiert worden. Dadurch habe es Investitionen in Höhe von etwa 1.6 Millionen Euro gegeben. Die entsprechenden Aufträge seien vor allem an regionale Handwerksbetriebe gegangen. Dabei sprechen sich die Förderprogramme offenbar herum. „Die Beratungsanfragen haben weiter zugenommen.“ Sie kämen sowohl von kleinen und mittelständischen Unternehmen und Kommunen als auch von Vereinen.

Der Wetteraukreis will die Arbeit der Wirtschaftsförderung künftig stärker fördern. Anstelle von 50 000 Euro soll sie nächstes Jahr 110 000 Euro erhalten. Außer dem Kreis sind die IHK Gießen-Friedberg, die Oberhessischen Versorgungsbetriebe (Ovag), die Sparkasse Oberhessen, die Volksbanken im Kreis und der Verein „Wirtschaft.Regionalentwicklung. Wetterau“ Gesellschafter der Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH.

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