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So sieht es jetzt aus in der umgestalteten Frankfurter Straße.
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So sieht es jetzt aus in der umgestalteten Frankfurter Straße.

Darmstadt

Frankfurter Straße nach Umbau wieder frei

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Der Umbau der Frankfurter Straße ist beendet. Verbesserungen für Radfahrer gibt es auch auf anderen Straßen.

Staugeplagte Pendler können aufatmen: Die Arbeiten an der Großbaustelle auf der Frankfurter Straße in Höhe des Pharmakonzerns Merck sind beendet. Alle Umleitungs- und Absperrschilder wurden abgeräumt. Am Mittwoch gaben Oberbürgermeister Jochen Partsch und Baudezernentin Barbara Boczek (beide Grüne) den Abschnitt zwischen Darmstadt und Arheilgen frei. Dass die verbreiterten Radwege auf beiden Seiten rege genutzt werden, zeigte sich schon bei der Pressekonferenz: Der Pulk um den OB musste ein ums andere Mal Platz machen oder wurde sogar von genervten Radfahrern angepöbelt. Künftig nutzen Fußgänger und Radfahrer gemeinsam die nicht unterteilten Streifen. Inwiefern dies zu Konflikten führt, muss man abwarten.

Zumindest war es ein Ziel der eineinhalb Jahre dauernden Bauarbeiten, sowohl für Autofahrer als auch für Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs, Radfahrer und Fußgänger die Situation zu verbessern und Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden, sagte Partsch. Für mehr Sicherheit wurden der Verkehrsfluss verlangsamt und die Fahrbahn von vier auf zwei Spuren verengt. Neun Grüninseln mit erhöhten Bordsteinen sollen die Überquerung der Straße erleichtern. Im Zuge der Neugestaltung wurde auch die Straßenbahnhaltestelle in Fahrtrichtung Arheilgen in nördlicher Richtung auf die Höhe der Haltestelle in Gegenrichtung verschoben und barrierefrei ausgebaut.

Die Firma Merck übernimmt die Baukosten für die Neugestaltung der öffentlichen Verkehrsflächen einschließlich der Straße und der Haltestelle in Höhe von geschätzt vier Millionen Euro. Die Stadt trägt die Kosten der Kanalsanierung von 4,1 Millionen Euro.

Merck plant Veränderungen

Das Chemieunternehmen sei als Anlieger mit seinem Werksgelände zu beiden Seiten der Frankfurter Straße von Anbeginn der Planung an einbezogen gewesen, sagte Boczek. Merck beabsichtigte, im Zuge der Weiterentwicklung der Konzernzentrale umfangreiche Veränderungen am Stammsitz umzusetzen. Dazu gehört die Umgestaltung des Eingangs mit einem Innovationszentrum und einem frei zugänglichen Platz auf dem Firmengelände. Inzwischen seien diese Bauprojekte so gut wie abgeschlossen. Bindeglied zwischen beiden Teilen des Werksgeländes auf beiden Seiten der Straße soll der „Emanuel-Merck-Platz“ werden.

Mehr als 4000 der 10 000 Merck-Mitarbeiter in Darmstadt nutzen den ÖPNV über ein Jobticket, sagte Standortleiter Mathias Bürk. Mindestens 300 nutzen das Fahrrad. Für sie wurden erstmals Abstellmöglichkeiten in der Nähe der Haltestelle installiert.

Dass Radfahren immer gefährlich ist, wie OB Partsch am Rande sagte, zeigten jüngst zwei dramatische Unfälle, bei denen innerhalb einer Woche ein 68-jähriger Radfahrer und eine 38-jährige Radfahrerin in der Bismarckstraße zu Tode kamen. Die Analyse der Unfälle dauere derzeit noch an, sagte Partsch auf Anfrage. Gegebenenfalls wolle man Veränderungen vornehmen.

Für die Bismarckstraße gibt es bereits ein langfristiges Umbaukonzept. Bisher wurde der Abschnitt von der Kirschenallee bis zur Dolivostraße neu geordnet. Für den nächsten Abschnitt in östlicher Richtung soll im Sommer 2018 die Planfeststellung beim Regierungspräsidium beantragt werden; Radfahrer sollen dort wie im bereits umgebauten westlichen Abschnitt einen Schutzstreifen bekommen.

Verbesserungen für Radfahrer gibt es jetzt auch in der Heinrich-Fuhr-Straße zwischen der Kreuzung am Trainingsbad und dem Botanischen Garten: Dort wurde eine Fahrradstraße eingerichtet. Das heißt, Radfahrer haben Vorrang und dürfen nebeneinander fahren. Für den Kfz-Verkehr gilt Tempo 30.

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