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Durch einen Fernbahntunnel unter dem Frankfurter Hauptbahnhof könnten acht Zuglinien führen.

Frankfurt/Main

Frankfurter Fernbahntunnel für acht Zug-Linien möglich

Durch einen Fernbahntunnel unter dem Frankfurter Hauptbahnhof könnten nach Planungen des Bundesverkehrsministeriums acht Zuglinien führen. Dazu zählen die Verbindungen Hamburg-Stuttgart, Köln-München und Berlin-Basel, wie aus der Antwort des Ministeriums

Durch einen Fernbahntunnel unter dem Frankfurter Hauptbahnhof könnten nach Planungen des Bundesverkehrsministeriums acht Zuglinien führen. Dazu zählen die Verbindungen Hamburg-Stuttgart, Köln-München und Berlin-Basel, wie aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervorgeht. Andere Linien sollen weiter über den oberirdischen Teil des Hauptbahnhofs fahren. Der Tunnel soll den Plänen zufolge zwei Gleise bekommen, auf denen mehr als zwölf Zugfahrten pro Stunde und Richtung möglich sein sollen. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über die Antwort auf die Anfrage berichtet, die am 3. Januar veröffentlicht wurde.

Der Tunnel soll die Fahrtzeiten verkürzen, unter anderem, weil der Richtungswechsel im Frankfurter Kopfbahnhof wegfallen würde. Dank der durchschnittlichen Zeitersparnis von rund acht Minuten pro Fahrt könnten mehr Linien durch den Knoten Frankfurt geführt werden, erklärte das Ministerium. Es gebe bisher eine „Projektskizze in Form einer Machbarkeitsuntersuchung“. Nun müsse in weiteren Planungsphasen die genaue Trassenführung untersucht werden. Es werde auch eine Lösung der Engpässe rund um Frankfurt ohne Fernbahntunnel geprüft.

Der neue Tunnel soll von der Offenbacher Stadtgrenze unter dem Hauptbahnhof hindurch bis zur Niederräder Mainbrücke reichen. Anfang November hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) das Vorhaben überraschend im Bundesverkehrswegeplan in die Top-Kategorie mit gesicherten Finanzierungen hochgestuft. Er soll bisherigen Angaben zufolge den Bund mehr als 3,5 Milliarden Euro kosten.

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