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Der Industriepark Höchst von Hattersheim aus gesehen.
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Der Industriepark Höchst von Hattersheim aus gesehen.

Industrie

Frankfurt: Industriepark Höchst soll sicherer werden

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Betreiber Infraserv investiert 35 Millionen Euro in ein neues Gefahrstofflager. Platz für 21500 Paletten Chemikalien und Lösungsmitteln.

Nach mehrjähriger Planungsphase haben am Freitag die Bauarbeiten für ein neues Gefahrstofflager im Industriepark Höchst begonnen. Bereits im Frühjahr 2022 sollen in der Halle am südlichen Mainufer des Industrieparks bis zu 21 500 Paletten Chemikalien, Lösungsmittel und andere gefährliche Rohstoffe sicher gelagert werden.

Damit erhöht sich die Kapazität um etwa zehn Prozent. Die bisherige Halle, mittlerweile 45 Jahre alt, habe einen erhöhten Reparaturbedarf, sagte Klaus Alberti von Betreiber Infraserv Logistics. Es seien daher auch wirtschaftliche Erwägungen, die für den Neubau sprächen.

Bereits vor drei Jahren hatte Infraserv seine Planungen vorgestellt und angekündigt, 27 Millionen Euro in das Projekt zu investieren. Mittlerweile seien die Kosten aber auf 35 Millionen gestiegen, nicht zuletzt wegen massiver brandschutzrechtlicher Auflagen, die auch die Planungen verzögert hätten. Dafür soll die Halle, etwa so lang wie zwei Fußballfelder, mit modernster Sensortechnologie und Löschtechnik ausgestattet sein. Ein ausbrechendes Feuer werde innerhalb von zehn Minuten völlig automatisch durch Löschschaum erstickt. „Dafür muss keine Person ins Lager“, sagte Alberti. Unabhängig davon werde die Halle in unmittelbarer Nachbarschaft zur Werksfeuerwehr errichtet.

Die Halle ist in neun Lagerabschnitte unterteilt, die Gefahrstoffe können dort bei unterschiedlichen Temperaturen gelagert werden. Allein 9000 Palettenplätze seien Pharmaprodukten vorbehalten. Für die 90 Unternehmen, die im Industriepark angesiedelt sind, bringt die neue Halle auch mehr Funktionalität. Viele Prozesse bei Zugriff und Verwaltung der Gefahrstoffe liefen digitalisiert ab, verdeutlichte Lamberti.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) sprach beim symbolischen Spatenstich von einem „guten Tag für Frankfurt“. Die „extrem hohen Sicherheitsstandards“ seien eine Gewähr dafür, auch weiterhin inmitten einer Wohngegend produzieren zu können. Die derzeitige Pandemie und die dabei aufgetretenen Engpässe zeigten, wie wichtig es sei, selbst produzieren zu können. Für die chemische und pharmazeutische Industrie sei die Investition am Standort Höchst auch ein gutes Signal. Infraserv rechnet damit, dass die Nachfrage nach Lagerplätzen für Gefahrstoffe steigen wird.

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