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Job-Tour: Mit persönlichen Gesprächen und Jobangeboten noch vor Ort will die Deutsche Bahn Mitarbeiter gewinnen.

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Deutsche Bahn sucht in Hessen Personal

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In Frankfurt hat die Bahn eine deutschlandweite Kampagne gestartet. 4800 neue Mitarbeiter will das Unternehmen in Hessen einstellen.

Rund 4800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will die Deutsche Bahn in diesem Jahr in Hessen einstellen. So viele Menschen sind am Freitagmittag noch nicht zum Startschuss der „DB Job-Tour“ an die Konstablerwache gekommen. Und nicht alle, die an den vier Infoständen und drei Wohnwagen vorbei über den Platz schlendern, sind an einer Stelle bei der Bahn interessiert. Manche locken stattdessen Trinkwasser und Süßigkeiten, die an den Ständen kostenlos verteilt werden. Aber es ist ja auch noch Zeit: Sieben Wochen tourt die Deutsche Bahn durch Deutschland. In 28 Städten machen die Infostände Halt. Frankfurt sei ganz bewusst als Startpunkt der Tour gewählt worden, sagt Klaus Vornhusen, DB Konzernbevollmächtigter für Hessen. „Hier schlägt das Herz der Eisenbahn.“

Asako Matsuura hat sieben Jahre in einem japanischen Reisebüro gearbeitet. Nun hat sich die 30-Jährige auf eine Stelle bei der Bahn beworben, das Bewerbungsgespräch sei in der kommenden Woche. „Ich bin hier, um viele Informationen zu sammeln.“ Sie könne sich gut vorstellen, als Servicekraft oder Zugbegleiterin zu arbeiten, sagt Matsuura.

So detaillierte Vorstellungen hat Elaettin Yesilcimen nicht. Der 50-Jährige steht noch etwas ratlos inmitten der Infostände und Wohnwagen. Er trägt einen Anzug und seine Bewerbungsunterlagen unter dem Arm. „Ich suche einen Job“, sagt Yesilcimen. In welchem Bereich wisse er noch nicht. „Da kann man ja noch ein paar Tage nachdenken. Es ist ja nicht so, dass man die Pistole auf die Brust gesetzt bekommt.“

Viel Papier sieht man an den Ständen nicht mehr. Die Recruiter der Deutschen Bahn arbeiten mit Tablets, tragen die Daten der Interessierten direkt in ihr System ein. Sie sei zufrieden mit dem Start der Initiative, die deutschlandweit 22 000 neue Mitarbeiter gewinnen solle, sagt Annamaria Dahlmann. Sie leitet die Suche in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. „150 Anmeldungen zu Gesprächen hatten wir heute“, sagt Dahlmann.

Viele Interessierte seien aber auch ohne Termin vorbeigekommen, sagt Dahlmann, darunter Akademiker und Quereinsteiger, die sich für den Einstieg in einen anderen Beruf interessierten. „Da kommen wirklich Menschen, die sich ihren Kindheitstraum Lokführer erfüllen wollen.“

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