Corona-Hotspot: Der Schriftzug „Bethaus“ sowie ein Kreuz prangen an der Fassade des Gemeindehauses der Evangeliums-Christen-Baptisten in Frankfurt-Rödelheim.
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Corona-Hotspot: Der Schriftzug „Bethaus“ sowie ein Kreuz prangen an der Fassade des Gemeindehauses der Evangeliums-Christen-Baptisten in Frankfurt-Rödelheim.

133 Infektionen

Frankfurt: 180 Baptisten feierten Gottesdienst

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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  • Jens Joachim
    Jens Joachim
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Nach dem Gottesdienst der Evangeliums-Christen-Baptisten in Frankfurt ist die Zahl der Infektionsfälle auf 133 angestiegen. Gesundheitsämter wollen nun Infektionsketten durchbrechen.

Rund 180 Menschen haben den Gottesdienst der Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde am 10. Mai in Frankfurt-Rödelheim besucht, der sich zum Corona-Hotspot entwickelt hat. Die Zahl nannte Frankfurts Gesundheitsamtsleiter René Gottschalk am Dienstag. Ein Teil von ihnen habe das Virus in die Region getragen und andere Menschen infiziert. Deren Zahl wird immer größer.

Während Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Dienstagvormittag noch von 112 positiv getesteten Personen ausging, hatte das zuständige Gesundheitsamt in Darmstadt der FR schon am Montagabend weitere 16 Infizierte im Landkreis Darmstadt-Dieburg bestätigt.

Fünf weitere Infektionsfälle im Kreis Groß-Gerau

Auch im Kreis Groß-Gerau gibt es Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2, die im Zusammenhang mit dem Gottesdienst in der Frankfurter Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten stehen. Auf Anfrage der Frankfurter Rundschau berichtete ein Sprecher der Kreisverwaltung Groß-Gerau am Dienstag, dass dem dortigen Gesundheitsamt inzwischen fünf Infektionsfälle bekannt seien. Vier infizierte Personen gehörten einer Familie an.

Infizierte leben in Frankfurt, Wiesbaden und sechs Landkreisen

Im Odenwaldkreis und im Kreis Bergstraße sind den Behörden hingegen keine Infektionsfälle im Zusammenhang mit dem Gottesdienst bekannt. Betroffen sind laut Ministerium außerdem Frankfurt, die Landkreise Main-Kinzig, Hochtaunus, Wetterau und die Stadt Wiesbaden.

Seit dem 12. Mai arbeiten die Gesundheitsämter mit Hochdruck daran, mögliche Kontaktpersonen ausfindig zu machen, um die Infektionsketten zu durchbrechen, sagte Gottschalk. Alleine in Frankfurt seien es derzeit rund 150. Hilfreich wären Namenslisten, wie sie die Landeskirchen für ihre Gottesdienste freiwillig eingeführt hätten, sagte Sozialminister Klose auf Nachfrage. Wie die meisten Bundesländer habe Hessen bislang auf eine Verpflichtung verzichtet, weil es sich um einen Eingriff in das Grundrecht auf Religionsfreiheit handele.

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