+
Polizist während einer Razzia in Hessen (Archiv).

Rechtsextremismus

Polizei stellt Waffen sicher

  • schließen

Mehrere Funde bei koordinierten Razzien in Frankfurt, Nord- und Mittelhessen.

Bei den hessenweit koordinierten Razzien in der vergangenen Woche wurden auch in Frankfurt Waffen gefunden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Die Behörde führt in diesem Kontext zwei Verfahren wegen Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz. Der Hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte die Durchsuchungen als Teil des „Kampf gegen den Rechtsextremismus“ bezeichnet.

In Frankfurt wurden laut Staatsanwaltschaft bei einem 51-Jährigen mehrere „erlaubnisfreie Waffen“ sichergestellt, also Waffen, die eigentlich frei verkäuflich sind. Gegen den mehrfach vorbestraften Beschuldigten bestehe aber eine Waffenverbotsverfügung. Die Sprecherin wollte sich nicht dazu äußern, ob es sich bei ihm um einen Rechtsextremen handele. Das Verfahren werde zwar in der Abteilung für politische Straftaten bearbeitet, aber vor dessen Abschluss könnten dazu keine Angaben gemacht werden.

Ermittlungen im Werra-Meißner-Kreis

Der zweite Frankfurter Beschuldigte ist erst 17 Jahre alt. In seinem Fall lägen keinerlei Anhaltspunkte auf einen rechtsextremen Hintergrund vor. Ob bei ihm etwas beschlagnahmt wurde, sei nicht bekannt.

Im Werra-Meißner-Kreis richten sich die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz laut Staatsanwaltschaft Kassel gegen einen Beschuldigten. Hinweise auf Bezüge zum Rechtsextremismus gebe es bislang keine.

Die Staatsanwaltschaft Marburg ist für insgesamt drei Verfahren zuständig. Auch hier geht es um mögliche Verstöße gegen das Waffengesetz. Einem 33-Jährigen aus Frankenberg wird zudem die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen. Bei ihm fanden die Ermittler Waffen und Munition; noch werde geprüft, was davon er möglicherweise legal besaß. Erkenntnisse, dass er der rechten Szene zuzuordnen sei, gebe es bislang nicht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Hinweise auf „fremdenfeindliche Gesinngung“

Bei einem 58-Jährigen in Steffenberg, bei dem es auch Hinweise auf eine „fremdenfeindliche Gesinnung“ gegeben habe, sei nichts strafrechtlich Relevantes gefunden worden.

Bei einem vorbestraften 29-Jährigen aus Butzbach wurden laut Staatsanwaltschaft Drogen sichergestellt, aber keine Waffen. In seinem Fall gehe es zudem um Körperverletzung und Bedrohung. Anhaltspunkte auf ein rechtsextremes Motiv lägen nicht vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare