Wirtschaft

Coronakrise: 728 Millionen Euro Soforthilfe an hessische Betriebe ausgezahlt

Knapp vier Wochen nach dem Start der staatlichen Soforthilfen in der Corona-Krise für kleinere Betriebe mit Finanznot haben rund 76 500 Unternehmer in Hessen die Unterstützung erhalten.

Mehr als 728 Millionen Euro aus dem Soforthilfeprogramm seien geflossen, teilten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Finanzminister Michael Boddenberg und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) am Sonntag in Wiesbaden mit. Rund 115 000 Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten hätten einen Antrag gestellt. Zwei Drittel der Anträge seien fertig bearbeitet und die bewilligten Gelder ausgezahlt worden.

Der große Ansturm sei zwar vorbei, aber es würden immer noch täglich Anträge eingereicht, erklärten die Minister. Das zeige, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie in manchen Bereichen trotz der Lockerungen und der Möglichkeit, Geschäfte wieder zu öffnen, anhalten. Wer sein Geschäft wieder öffnen konnte und zuvor Soforthilfe erhalten habe, müsse das Geld nicht zurückzahlen, versicherten die Minister. Ausschlaggebend für den Soforthilfezuschuss sei der Liquiditätsengpass zum Zeitpunkt der Antragsstellung gewesen.

Fast die Hälfte der bereits ausgezahlten Soforthilfe sei an Betriebe aus der Dienstleistungsbranche geflossen. Aus dem Gastgewerbe habe es viele Anträge gegeben. Darüber hinaus beantragten den Angaben zufolge vor allem Unternehmer aus dem Handel, der Baubranche, dem Gesundheitssektor, aus dem Tourismus, dem Bereich Nahrungs- und Genussmittel sowie der Kreativwirtschaft das staatliche Geld. (dpa)

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