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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet heute auf der Messe den "Frankfurt Pavillon".

Das bringt der Tag

Steinmeier und Sarrazin heute auf der Buchmesse

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+++ Ein Jahr nach Goetheturm-Brand Brandstifter noch nicht gefasst +++ Großdemo gegen rechts in Frankfurt +++ Verkehrsbehinderungen auf A5 +++ Was in Hessen und Rhein-Main noch wichtig wird, erfahren Sie hier.

Zu den vielen Prominenten, die sich heute auf der Frankfurter Buchmesse tummeln, werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und SPD-Rechtsaußen Thilo Sarrazin gehören. Bundespräsident Steinmeier eröffnet heute Morgen den „Frankfurt Pavillon“, einen neuen Veranstaltungsort auf dem Außengelände der Messe. Anschließend diskutiert er dort ab 10 Uhr mit der kroatischen Schriftstellerin Ivana Sajko und dem belgischen Autor Stefan Hertmans zum Thema „Vom Dafürhalten. Wie wir die Freiheit in stürmischen Zeiten verteidigen“. Die 42-jährige Sajko gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Südosteuropas. Sie hat zwei Romane veröffentlicht, ist aber über Kroatien hinaus vor allem durch ihre Theaterstücke bekannt geworden. Der 67-jährige Stefan Hertmans zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Schriftstellern Belgiens. Zuletzt machte er 2016 durch den Roman „Die Fremde“ auf sich aufmerksam, in dem er die grauenvollen Erfahrungen einer jungen Christin zur Zeit der Kreuzzüge reflektiert. Hier können Sie etwas über die feierliche Eröffnung der größten Literaturschau am Dienstag lesen.

Buchmesse in Frankfurt: Thilo Sarrazin stellt neues Buch vor

Während Steinmeier ein deutliches Signal gegen Populismus und Fremdenfeindlichkeit setzt, heizt der umstrittene noch SPD-Politiker Thilo Sarrazin beides mit seinem neuen Buch „Feindliche Übernahme - wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ weiter an. Auf der Buchmesse stellt er heute ab 13 Uhr im Lesezelt auf der Agora den Fachbesuchern sein Werk vor. Er tritt gemeinsam mit der Autorin Laila Mirzo auf, die in Syrien als Muslimin aufgewachsen und zum Christentum konvertiert ist. Sie hat im September ihr Buch „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim“ veröffentlicht. Es könnte bei der Lesung zu Protesten kommen.

Weiter Verkehrsbehinderungen auf der A5

Nach einem Auffahrunfall mit drei Lastwagen auf der Autobahn 5 nördlich von Frankfurt kommt es weiterhin zu Verkehrsbehinderungen. Eine Spur ist für Aufräumarbeiten gesperrt, wie die Polizei heute Morgen mitteilte. Bei dem Unfall zwischen den Anschlussstellen Ober-Mörlen und Bad Nauheim im Wetteraukreis hatte am Dienstag ein Lkw-Fahrer zwei vorausfahrende Lastwagen zusammengeschoben, einer davon hatte Gefahrgut geladen. Die Werksfeuerwehr der BASF ist nach Angaben der Polizei derzeit vor Ort, um die ausgelaufenen schäumbaren Polymerkügelchen abzutransportieren. Diese sind leicht entzündlich und können giftige Dämpfe abgeben. Ein Ende der Arbeiten sei noch nicht absehbar.

Ein Jahr nach Goetheturm-Brand Täter noch nicht gefasst

Fast ein Jahr nachdem der Goetheturm in Frankfurt abgebrannt ist, haben die Ermittler immer noch nicht ermitteln können, wer am frühen Morgen des 12. Oktober 2017 das Frankfurter Wahrzeichen angezündet hat. „Kriminaltechnisch sind alle Spuren ausgewertet“, sagt Isabell Neumann, Sprecherin der Frankfurter Polizei. „Wir haben einige Hinweise bekommen, die mal mehr, mal weniger hilfreich waren. Es waren aber keine dabei, die uns auf eine heiße Spur gebracht haben.“ Die Arbeiten für den Neuaufbau des Turmes schreiten indes voran. Mittlerweile ist ein Ingenieurbüro gefunden, das an einem Entwurf für einen neuen Turm arbeitet. „Der neue Goetheturm soll weitgehend so aussehen wie der alte“, sagt Günter Murr, Sprecher des Frankfurter Baudezernats. Dafür hatten sich 78 Prozent der Frankfurter in einer Online-Befragung ausgesprochen - selbst wenn das bedeutet, dass der Turm nicht barrierefrei gebaut werden kann. Wenn alles nach Plan läuft, könnte der neue Goetheturm nach Angaben der Stadt Mitte 2020 fertiggestellt sein.

Groß-Demo in Frankfurt gegen Rechtsruck geplant

Eine geplante Groß-Demonstration in Frankfurt gegen den Rechtsruck in Deutschland beschäftigt heute Morgen die Leser von fr.de. Als Bündnis „#wirsindmehr Frankfurt“ rufen gut vierzig Vereine, Initiativen, Gewerkschaften und Parteien für Samstag, 13. Oktober, unter dem Motto „Bundes Bündnis – bunte Musik“ zu einer musikalischen Großdemonstration gegen rechts in Deutschland und Europa auf. Die Organisatoren rechnen mit 8000 bis 10.000 Teilnehmern. Lesen Sie dazu den Bericht unseres Autoren Christoph Manus.

Weniger Lärm, weil weniger Laub auf Frankfurts Straßen

Jetzt eine gute Nachricht für alle Frankfurter, denen der Lärm von Laubblasgeräten auf die Nerven geht. Die Frankfurter Entsorgungs-  und Service GmbH (FES) rechnet in diesem Herbst mit weniger Laub, denn wegen des heißen Sommers haben viele Bäume im Stadtgebiet schon im August ihre Blätter abgestoßen. Laubblasgeräte dürften deshalb weniger in der Stadt lärmen. Die FES schätzt, dass bereits fünf Prozent der insgesamt anfallenden 3500 Tonnen Laub eingesammelt und kompostiert worden sind. In den kommenden Wochen werden etwa 300 Männer und Frauen der Straßenreinigung mit mehreren Spezialfahrzeugen, acht Groß- und 46 Kleinkehrmaschinen, 40 geräuscharmen Elektro-Laubblasgeräten, Besen und Schaufeln das Laub von Straßen und Plätzen klauben. 

Brand in Wohnturm im Frankfurter Stadtteil Nied

Glimpflich ist am Dienstagabend der Brand in einer Wohnung in einem Wohnhochhaus in Frankfurt abgelaufen. Nachbarn im Stadtteil Nied bemerkten gegen 21.45 Uhr, Rauch im vierten Stock eines Hochhauses und alarmierten die Feuerwehr.  Wie die Frankfurter Feuerwehr heute Morgen berichtete, hatte sich das Feuer beim Eintreffen der Einsatzkräfte noch nicht weit in der betroffenen Wohnung ausgebreitet.  Sie konnten den Bewohner unverletzt ins Freie hinausgeleiten und das Feuer löschen. Anschließend wurden die Wohnung und das Treppenhaus gelüftet, um den Brandgeruch zu entfernen. Zur Sicherheit kontrollierten Feuerwehrleute außerdem die Nachbarwohnung.

Plädoyers in Totschlag-Prozess gegen Wiesbadener erwartet

Im Prozess gegen einen wegen Totschlags angeklagten Mann aus Wiesbaden sollen heute vor dem Landgericht Regensburg die Plädoyers gesprochen werden. Zum Verhandlungsauftakt am Montag hatte der Angeklagte geschwiegen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seine 33-jährige ehemalige Freundin im Januar in deren Wohnung in Regensburg besucht und mit einem Küchenmesser getötet zu haben. Die Polizei nahm ihn noch am Tatort fest. Das Urteil ist für den 12. Oktober vorgesehen. (mit dpa)

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