Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wisebaden

Fragen auf dem Bierdeckel

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
    schließen

Jugendbewegung Demo lädt zur Diskussion nach Wiesbaden ein

Populismus ist nicht ihr Ding. Politik sei zu wichtig, um sie mit einem Schimpfen auf „die da oben“ abzutun, stellten Jana Maria Kühnl und ihre Freundesgruppe fest, junge Leute zwischen 25 und 33 Jahren. Nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten sagten sie sich: „Wir wollen nicht in einer Welt leben, in der man mit Lügen Politik macht.“

Kühnl und ein halbes Dutzend Freundinnen und Freunde aus dem Rhein-Main-Gebiet wurden aktiv, sie gründeten die Gruppe „Demo Rhein-Main“. Auf ihren Veranstaltungen wird Politik amüsant und originell diskutiert – sei es bei Poetry Slams oder als Pub-Quiz, bei dem tischweise nach den richtigen Antworten gesucht wird. Für den heutigen Dienstag hat die Gruppe erstmals hochrangige Politiker zur Diskussion eingeladen, zum „politischen Bierdeckel“. Besucher der Kneipe 60/40 im Wiesbadener Schlachthof (Murnaustraße 1) können ihre Fragen an die Landtagskandidaten auf Bierdeckel schreiben und einreichen.

Zum Antworten stehen prominente Abgeordnete bereit: die Landtagsfraktionschefs Michael Boddenberg (CDU), Janine Wissler (Linke) und René Rock (FDP), die Grünen-Parteivorsitzende Angela Dorn und SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser. Beginn ist um 20 Uhr. Es dürfen ausdrücklich alle Fragen gestellt werden – von „Was sind Ihre Ziele für die nächste Legislaturperiode?“ bis zu „Wie essen Sie Ihre Pizza am liebsten?“

Die Jugendbewegung für Demokratie namens Demo war ursprünglich von der Journalistin Mareike Nieberding gegründet worden, Ende 2016 als Reaktion auf die Wahl Donald Trumps in den USA. Die jungen Aktivisten aus Hessen schlossen sich der Bewegung an und führen Nieberdings Gedanken weiter.

Sie wollten vor allem Gleichaltrige für Politik interessieren und in die Diskussion einbeziehen, berichtet Kühnl, die als Referentin bei der Industrie- und Handelskammer tätig ist. Ihrer Mitstreiterinnen sind teilweise berufstätig, teilweise studieren sie. Man wolle aber „aus der eigenen Filterblase rauskommen“, sagt sie. Dafür eigneten sich die Veranstaltungen in der Kneipe wie jetzt in Wiesbaden besonders gut.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare