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Ein Wildkatze.

Artenschutz

Forschungsprojekt soll Zahl toter Wildkatzen an Straßen verringern

GPS-Halsbänder sollen den Wissenschaftlern Daten liefern, wo genau die Raubtiere umherstreifen - speziell entlang von Straßen.

Ein neues hessisches Forschungsprojekt soll verhindern helfen, dass Wildkatzen beim Überqueren von Straßen ums Leben kommen. Es gehe unter anderem darum, die Barrierewirkung auf die Wanderung von Wildkatzen zu analysieren und Querungsmöglichkeiten zu erkennen, erklärte der Artenschutzexperte Christian Geske vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Donnerstag in Gießen. Dazu wollen Wildbiologen der Justus-Liebig-Universität Gießen vom kommenden Winter an Wildkatzen im Waldgebiet Hörre im Lahn-Dill-Kreis mit Sendern ausstatten.

Diese GPS-Halsbänder sollen den Wissenschaftlern Daten liefern, wo genau die Raubtiere umherstreifen - speziell entlang von Straßen. Für die Wildkatzen-Forschung ist der Einsatz solcher Sender nach den Worten von Geske eine Premiere. Über andere Tierarten wie etwa Fledermäuse oder Luchse habe diese Methode in den vergangenen Jahren bereits wichtige Erkenntnisse geliefert.

„Die Wildkatze war in Hessen nie vollständig ausgestorben“, erklärte Geske. Sie habe die Verfolgung durch den Menschen in kleinen Restpopulationen vor allem im Taunus überlebt und breite sich in den zurückliegenden Jahrzehnten wieder aus. „Inzwischen kommt die Wildkatze in großen Teilen Hessens nördlich des Mains wieder vor.“ Allerdings werden jedes Jahr viele Wildkatzen tot an Straßen gefunden. (dpa)

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