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Alexander Lorz (CDU), hessischer Kultusminister.

GEW zu Ditib in Hessen

GEW fordert Ende der Kooperation mit Ditib

Hessen soll die Kooperation mit dem Moscheeverband Ditib beim islamischen Religionsunterricht lösen, fordert die GEW. Besser sei einen Verbund von verschiedenen islamischen Gemeindeverbänden zu gründen.

Die GEW ist strikt gegen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem türkischen Moscheeverband Ditib beim islamischen Religionsunterricht in Hessen. „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass Ditib nicht der seriöse Partner für das Land sein kann“, sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Birgit Koch, der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Hessen sollte sich deshalb nach einer geeigneten Alternative umsehen.

Die GEW-Chefin sprach sich dafür aus, einen Verbund von verschiedenen islamischen Gemeindeverbänden für die Aufgabe zu gründen. Dazu müssten die unterschiedlichen Gruppen aber erst mal an einen Tisch geholt werden. Grundsätzlich sei sie für ein Fortbestehen des islamischen Religionsunterricht an Hessens Schulen.

Der umstrittene Moscheeverband musste auf Anordnung von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) bis Ende des vergangenen Jahres seine Unabhängigkeit vom türkischen Staat beweisen. Dazu sollten nach den Auflagen des Landes professionelle Verwaltungsstrukturen gebildet werden und in den Gremien neutral handelnde Personen sitzen. Außerdem wurden die Ditib-Verantwortlichen aufgefordert, ein Mitgliederregister aufzubauen.

Eine Entscheidung über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Moscheeverband wird nach dem Amtsantritt der neuen Landesregierung bis zum Februar erwartet. (dpa)

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