Es geht nach oben in den Himmel - virtuell! Joffi Gmbh
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Es geht nach oben in den Himmel - virtuell! Joffi Gmbh

Virtuell

Im Flugsimulator am Frankfurter Flughafen

  • vonAnna Grösch
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Am Frankfurter Flughafen geht es mit einem Flugsimulator auch virtuell in die Lüfte. Für die einen ist das ein großer Spaß, für andere eine reale Herausforderung.

Leicht Schub geben, das Steuerhorn drehen und schon neigt sich die Boeing 737 nach rechts. Darüber der blaue Himmel, beim Blick aus den Fenstern lässt sich ein Blick auf Mainz und Wiesbaden erhaschen. Es ist still im Cockpit, beim Abheben von der Startbahn des Frankfurter Flughafens ist Konzentration gefragt.

Verlosung

Heute verlosen wir 30 Minuten Flugzeit in einem Flugzeugsimulator der Firma Joffi am Frankfurter Flughafen für je einen Piloten und eine Begleitperson.

Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, ruft heute, 23. Juli, bis um 14 Uhr unser Gewinntelefon 01378-800831* an und nennt das Stichwort „Fliegen“. Damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können, hinterlassen Sie bitte Ihren Namen, Ihre Anschrift und Telefonnummer.

Der Anruf kostet 50 Cent aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk ist teurer. Anbieter Telemedien Interactive GmbH, Datenschutz unter: datenschutz.tmia.de.

Die Gewinner werden per Zufall ermittelt und telefonisch benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung der Gewinne findet nicht statt. Mitarbeitende der Frankfurter Societäts-Medien GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

30 Minuten Flugzeit in einem Simulator kosten normalerweise 79 Euro für einen Piloten und eine Begleitung.

Weitere Infos auf www.joffi.com

Einmal am Steuer eines Jets sitzen, abheben und die Welt von oben betrachten: Das ist der Traum vieler Menschen – in Erfüllung geht er nur für einige wenige. Eine Pilotenausbildung für eine Fluggesellschaft dauert zwei bis drei Jahre, außerdem sind die Kosten mit mehreren zehntausend Euro hoch. Seit dem 11. September 2001 ist es für alle anderen fast unmöglich geworden, einen Blick ins Cockpit zu werfen, zumindest während des Fluges.

Was also tun, wenn einen das Flugfieber packt, Flugschule aber keine Option ist? Einfach mal ausprobieren. So wie ich heute. Dafür bin ich zu Gast bei der Firma Joffi und ihrem Flugsimulator, direkt im Herzen der Luftfahrt im Rhein-Main-Gebiet: dem Frankfurter Flughafen. Hier kann jeder ausprobieren, wie es sich ungefähr anfühlen muss zu fliegen.

Glücklicherweise entfällt hier auch die Entscheidung, sich direkt als Pilot zu verpflichten. Nicht mal Vorkenntnisse muss man mitbringen. Jeder kann in die Simulatoren steigen. Eine Einweisung mit physikalischen Fakten und Erklärungen gibt es vorher trotzdem, wie Geschäftsführer Allan M. Loewi erzählt.

„Viele Eltern kommen hier mit ihren Kindern her, die sich für das Fliegen interessieren. Oder Menschen, die ihre Flugangst überwinden wollen“, berichtet er. Schon der Standort der Flugsimulatoren besticht – mitten am Frankfurter Flughafen nahe des Fernbahnhofs. „Das ist, als würden unsere Gäste wegfliegen. Das tun sie auch – nur eben nur virtuell.“

Zwei Arten von Simulatoren gibt es. Zum einen ein authentisch ausgestattetes Cockpit einer Boeing 737-800, das allerdings fest im Boden verankert ist. Zum anderen einen durch Hydraulik betriebenen Pilotensitz vor drei Screens, der einen jede Bewegung auf dem Bildschirm spüren lässt. Hier ist die Steuerung zwar rudimentärer und auch die vielen Knöpfe und Instrumente über und vor dem Pilotensitz entfallen. Dafür verliert man sich ganz schnell im Gefühl, ein Flugzeug in der Luft zu steuern.

Autorin Anna Grösch vor dem Start. Joffi Gmbh

Die Mitarbeiter versuchen sich auf jeden Gast einzustellen, denn jeder bringt verschiedene Wissensstände und Fähigkeiten mit, erzählt Geschäftsführer Loewi. Man wisse ja nicht, was es mit den Leuten mache, wenn die zum Beispiel abstürzen – auch wenn es nur in einer virtuellen Welt passiert. Deswegen gebe man sich Mühe, die Gäste zu fordern – aber nicht zu überfordern. Und tatsächlich: Beim Einstieg in den hydraulischen Sitz wird schnell klar, dass so eine Boeing sich anders steuern lässt als beispielsweise ein Auto. Beim Landen muss auf einiges geachtet werden. Stimmt der Anflugwinkel? Bleibt das Flugzeug gerade? Wir wollen schließlich nicht zu hart auf die Landebahn aufschlagen. Nur noch ein paar Meter, jetzt die Steuerung gerade halten. Schon sind wir gelandet.

„Gar nicht schlecht“, sagt mein Fluglehrer Loewi. Normalerweise arbeiten hier echte Piloten mit den Gästen, vor allem junge, die sich bereits den ersten Teil ihrer Pilotenlizenz erarbeitet haben und nun eine weitere Lizenz drauf setzen wollen, um bei einer Fluggesellschaft anzuheuern.

Ich selbst bin noch lange nicht so weit, der Landeanflug wurde doch recht schief. Hätte ich im Passagierraum meiner virtuellen Maschine gesessen, hätte ich wahrscheinlich Sorge gehabt, dass die Pilotin ein paar Gläser über den Durst getrunken hat.

Das „Gate“ zum Flugsimulator am Frankfurter Flughafen. Joffi Gmbh

Nach dem Verkehrsflugzeug versuche ich mich als nächstes mit dem Landen einer Mooney, einem Kleinflugzeug. Das ist um einiges wendiger und reagiert viel schneller. Kein Wunder, eine echte Boeing mit Passagieren wiegt rund 65 Tonnen, die Mooney nur gut fünf.

Danach geht es dann aus dem hydraulischen Sitz ins Cockpit der 737-800 im Raum nebenan. Obwohl starten, landen und in der Luft steuern eigentlich nur auf dem Bildschirm vor mir stattfindet, bin ich ziemlich konzentriert. Den künstlichen Horizont im Auge behalten, die Startbahn, Geschwindigkeit und Anflugwinkel – ganz schön anstrengend.

Aber auch diesmal geht alles gut, und die Maschine setzt wieder auf dem Rollfeld des virtuellen Frankfurter Flughafens auf. Nach einer aufregenden halben Stunde ist der Spaß dann vorbei. Der Heimweg führt mich vorbei an echten Flugzeugen und Piloten.

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