Piloten

Flugplatz für Fremde gesperrt

Nach einem tödlichen Unfall auf der Wasserkuppe wird die Landebahn optimiert. Die Ursache für den tödlichen Unfall ist noch immer unklar.

Rund ein halbes Jahr nach dem schweren Unfall mit drei Toten auf dem Flugplatz auf der Wasserkuppe bleiben Landungen für ortsfremde Piloten auf Hessens höchstem Berg vorerst verboten. Fremdanflüge sind noch nicht erlaubt, wie Flugplatzleiter Harald Jörges sagte. Für Piloten, die unter Aufsicht der örtlichen Flugleitung stünden, laufe dagegen der Saisonbetrieb bereits wieder. Als Reaktion auf den Flugunfall im Herbst 2018 hatte das Regierungspräsidium (RP) Kassel als zuständige Behörde mit dem Flugplatzbetreiber „Optimierungsmaßnahmen“ vereinbart.

Bei dem Unglück war am 14. Oktober ein Leichtflugzeug über die Landebahn hinausgerast und hatte eine Frau (39) und ihre beiden Kinder (11 und 12) getötet. Um solche Unglücke zu verhindern, soll Piloten nun klarer signalisiert werden, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt zu landen und sicher auszurollen. Dafür würden Markierungen angebracht, sagte Jörges. Zudem sei das Pistenende um 50 Meter verlegt worden. Dadurch werde eine längere Pufferzone zur angrenzenden Straße und dem Gehweg geschaffen. Besonders bedeutsam an der Neuregelung: Ortsfremde Piloten motorgetriebener Luftfahrzeuge müssen vor einer ersten Landung auf Hessens höchstem Berg künftig ein Training mit einem Fluglehrer absolvieren, der mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut ist. „Dadurch rechnen wir künftig mit wesentlich weniger Fremdanflügen“, sagte Jörges.

Doch die Zahl dieser Flüge und die Höhe der Einnahmen sei ohnehin gering: Pro Jahr gibt es nur etwa 500 Fremdanflüge – fünf Prozent des Gesamtaufkommens. Zudem wurden zwei Fangzäune am Pistenende zur Landstraße hin errichtet. Sie sollen Segelflugzeuge stoppen, die nicht rechtzeitig zum Stehen kommen.

Die Ursache für den tödlichen Unfall ist noch immer unklar. Der Zwischenbericht lässt aber den Schluss zu, dass die Cessna überladen war. Die Staatsanwaltschaft Fulda wartet auf den Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. (dpa)

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