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Flughafengegner sehen den Ausbau in einer Sackgasse

  • Peter Rutkowski
    VonPeter Rutkowski
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Auf einer Fahrraddemo fordern Bürgerinitiativen statt dessen die sofortige Begrenzung der Lärm- und Luftbelastung

"Diese Demonstration findet zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt", verkündete Martin Kesel vom Bündnis der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau. Man stehe kurz vor den Planfeststellungsverfahren für die neue Flughafenhalle A380 und die Nordbahn. Mit der Demonstration vor Ort wollten die Bürgerinitiativen machtvoll zeigen, dass sie nicht nur weiterhin Widerstand leisten würden. Man sei sich auch bewusst, so Kessel, dass die Ausbau-Befürworter in einer "Sackgasse" steckten.

Der BI-Sprecher verwies auf die Studie des TÜV Essen, in der einer Nordstartbahn praktisch eine Absage erteilt werde, weil in deren Nahbreich ein Werk der Chemiefirma Ticona liegt. "Müsste ein Flugzeug durchstarten, könnte es sehr wohl in das Werk geraten. Das wäre dann eine Katastrophe für die Menschen, die dort arbeiten, aber genauso auch für die Menschen aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet", warnte Kessel. Deshalb fordere man noch ein Mal mehr den Ausbaustopp.

Unter dem begeisterten Beifall der gut 250 Radler, die sich in einer Sternfahrt aus Kelsterbach, Neu-Isenburg, Frankfurt und Walldorf mit Polizei-Begleitschutz zum Flughafen bewegt hatten, erklärte Kessel: "Man kann den Flughafen im Ballungsgebiet Rhein-Main nicht weiter ausbauen." Er habe "schon so ein enormes Gefahrenpotential". Kessel verwies auf die Tankmaschinen, die während des dritten Golfkrieges von hier starteten um die US-amerikanischen Bomberflotten auf ihrem Weg nach Irak zu versorgen.

"Diese Kundgebung soll zeigen: Wir haben einen langen Atem", versprach Kessel. Man werde die "planvolle Körperverletzung" an den Menschen der Region nicht hinnehmen. Nur eine sofortige Begrenzung von Lärm und Luftbelastung sei akzeptabel. Kessel appellierte ein weiteres mal an die Kommunen rund um den Flughafen, weiterhin auf rechtlichem Wege gegen die Ausbaupläne der Fraport vorzugehen. "Das ist wichtig für den Widerstand auf allen Ebenen."

Kessel erwartet für den Sommer 2003 noch mehr Aktionen rund um und gegen den Flughafen. "Da wird es viel geben, was uns beschäftigt." Die Planfeststellungsverfahren werden voraussichtlich das Hauptaugenmerk der Bürgerinitiativen auf sich ziehen. Die friedliche Demonstration endete mit einem Treffen im Kelsterbacher Wald und einem "stillen Protest" auf dem Caltex-Gelände.

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