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Ein Flugzeug startet am Frankfurter Flughafen.

Flughafen Frankfurt

Rhein-Main: Nächste Runde im Streit um umstrittene Flugroute 

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Acht Kommunen, darunter Groß-Gerau, Nauheim und Trebur, klagen vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel gegen die Südumfliegung.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof behandelt die sogenannte Südumfliegung am morgigen Donnerstag in mündlicher Verhandlung. Kläger gegen die Flugroute sind acht Kommunen, darunter Groß-Gerau, Nauheim und Trebur, Orte in Rheinhessen sowie Privatleute.

Die Auseinandersetzung hat eine lange Vorgeschichte. Und auch für Kasseler Richter ist sie nicht neu. Vor drei Jahren hatte das Bundesverwaltungsgericht deren Urteil aufgehoben. Die Leipziger Richter kamen zu dem Schluss, dass ihre hessischen Kollegen es sich zu leicht gemacht hätten. Die Flugverfahren festzulegen, wäre nur dann rechtswidrig, wenn es eine für die Kläger lärmärmere Alternative zur Südumfliegung gebe, befand das Bundesverwaltungsgericht. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof bekam den Auftrag zu klären, ob es eine solche sichere Variante gibt – für 98 Flüge pro Stunde.

Die Klage richtet sich gegen das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung. Mit Eröffnung der neuen Nordwest-Landebahn im Oktober 2011 ist der Fluglärm in den klagenden Orten gestiegen. Schuld ist die seinerzeit neu eingeführte Südumfliegung: Startet ein Flugzeug mit Ziel Norden bei Westbetrieb auf den Bahnen Center und Süd, macht es zunächst einen Schlenker Richtung Süden.

Im September 2013 hatte der Verwaltungsgerichtshof geurteilt, die Flugroutenfestlegung sei rechtswidrig, weil ihr Ziel nicht erreicht wurde. Eingeführt worden war sie, um im Parallelbetrieb 126 Flugbewegungen je Stunde abwickeln zu können. Aus technischen Gründen seien aber lediglich 96 bis 98 Flugbewegungen pro Stunde möglich, so die Kasseler Richter.

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