Ab Oktober fahren Bahnen den Regionalbahnhof am Frankfurter Flughafen sieben Wochen lang nicht an.

Frankfurter Flughafen

Regionalbahnhof im Winter für sieben Wochen gesperrt

Vor der Eröffnung des neuen S-Bahnhofs Gateway Gardens im Dezember muss die neue Tunnelstrecke angebunden werden. Züge fahren den Fernbahnhof an.

Die Deutsche Bahn will wie geplant am 15. Dezember den rund 300 Millionen Euro teuren S-Bahnhof Gateway Gardens eröffnen. Allerdings muss zuvor wegen der Anbindung der neuen Tunnelstrecke sieben Wochen lang die Strecke von Frankfurt-Stadion über den Regionalbahnhof am Flughafen bis nach Kelsterbach vollständig gesperrt werden. 

Wie Bahn und Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) am Dienstag weiter ankündigten, beginnt die Sperrung am 26. Oktober. In dieser Zeit fahren die S-Bahnen vom Hauptbahnhof zum Fernbahnhof des Flughafens. Die übliche Taktung und Fahrzeit bleibe dieselbe, hieß es. Wegen der zusätzlichen Belastung dieser Strecke könne es sein, dass einzelne ICEs in dieser Zeit nicht den Fernbahnhof anfahren. Dies sei jedoch in den Fahrplänen vermerkt. Für Kelsterbach und Raunheim gebe es Ersatzverkehr. 

Die rund vier Kilometer lange neue Trasse von Frankfurt-Stadion nach Gateway Gardens verläuft auf zwei Kilometern unterirdisch. Nach knapp dreijähriger Bauzeit ist der Rohbau des Tunnels im Zeitplan fertig geworden, wie DB-Projektleiter Uwe Schmidt sagte. In den kommenden Monaten sollen Gleise und Signaltechnik eingebaut werden. 

Mit der S-Bahn-Station soll der Frankfurter Stadtteil Gateway Gardens an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angeschlossen werden. In dem Gewerbegebiet sollen bis zum Jahr 2026 rund 18 000 Menschen arbeiten. Derzeit sind es knapp 5000. Neben großen Firmen befinden sich dort auch mehrere Hotels. Finanziert wir das Bahnprojekt von Bund, Land und Stadt Frankfurt. 

Nach der Eröffnung am 15. Dezember wird sich die Fahrtzeit zum Regionalbahnhof vom Frankfurter Hauptbahnhof um drei Minuten verlängern. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) bezeichnete das Projekt als wichtigen Schritt für einen "zukunftsfähigen ÖPNV" in der Rhein-Main-Region. (dpa/lhe)

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