Flughafen-Akten weggeräumt

Bürger zeigen kaum Interesse an Informationen über Ausbau

Frankfurt · 16. Februar · dpa · Nach einer dpa-Umfrage nahm kaum ein Bürger in den vergangenen vier Wochen die Gelegenheit wahr, einen Blick in die 60 Ordner zu werfen. Selbst in Groß-Gerau in unmittelbarer Nähe des Flughafens waren es laut Verwaltung "nur eine Hand voll".

Große Nachfrage bestand dagegen nach Einwendungsschreiben gegen das 3,4 Milliarden Euro teure Großprojekt. Nach Angaben des Regierungspräsidiums Darmstadt sind bereits 10 000 Briefe eingegangen. Insgesamt wird mit mehr als 100 000 Einwendungen gerechnet. Die Frist endet am 2. März. Die Auslegung der Akten ist vorgeschrieben. Sie soll dem Bürger die Möglichkeit geben, sich über das Projekt und seine Folgen zu informieren. Falls er Nachteile für sich befürchtet, kann er Einwendung erheben und damit auch vor Gericht seine Rechte einklagen.

Für Laien nicht nachvollziehbar

Neben den Bürgern haben auch Organisationen Recht auf Widerspruch. So haben mehrere Fluggesellschaften Einwendungen gegen das in den Planungsunterlagen festgeschriebene Nachtflugverbot angekündigt. Die Aktenberge für den Bau einer Landebahn und eines dritten Terminals sind für Laien allerdings nicht nachvollziehbar. Deshalb haben sie mehrere Kommunen und Bürgergruppen mit Fachleuten geprüft.

Dossier: Wächst der Flughafen weiter?

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