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Flotter zum Radschnellweg

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Der Regionalverband will nach einem neuen Konzept nicht nur planen, sondern auch bauen.

Der Regionalverband Frankfurt Rhein-Main will eine neue Vollzeitstelle schaffen, die sich um die Umsetzung von Radschnellwegen kümmert. Eine weitere Aufgabe wäre das Schließen von Lücken im überörtlichen Fahrradnetz. Das sieht eine Vorlage vor, die der Erste Beigeordnete und Mobilitätsdezernent Rouven Kötter (SPD) dem Regionalvorstand und der Verbandskammer vorlegen will. Bislang ist der Regionalverband lediglich für die Machbarkeitsstudie zuständig und für die Planung eines solchen Projekts.

Der Regionalverband als derjenige, der die Radschnellwege in Rhein-Main realisiert, die mehrere Kommunen berühren – das ist eines der politischen Instrumente, die im von Kötter erstellten „Masterplan Mobilität“ zu finden ist. Das Konzept ist noch intern und liegt der Frankfurter Rundschau vor. Es geht darum, im Dialog mit Experten und der Bevölkerung Antworten auf die drängendsten Probleme des Ballungsraums zu finden: den fehlenden Wohnraum und die Notwendigkeit einer Verkehrswende.

Der Masterplan führt beide Themen zusammen. „Das Wohnungsproblem ist nicht ohne Mobilität zu lösen“, sagt Kötter. Er will unter anderem den Wohnungsbau entlang der Schienenhaltepunkte forcieren sowie Carsharing und Homeoffice fördern, weil auch dies das Verkehrsaufkommen mindert, emissionsfreie Mobilität vorantreiben, um Lärm und Luftbelastung zu reduzieren und damit die Lebensqualität zu verbessern. Auch das sind Punkte, die die für den Masterplan zuständige Stabsstelle als Ziele erarbeitet hat.

Als nächster Schritt stehen die Veröffentlichung und das Einbinden aller relevanten Akteure an: Landkreise und Kommunen, Mobilitätsdienstleister wie Deutsche Bahn, RMV oder Hessen Mobil. Für das dritte Quartal sind Veranstaltungen in den Landratsämtern geplant, in denen die Bürger ihre Ideen einbringen. Die Konkretisierung erfolgt im ersten Quartal 2020. Über allem stehen drei Hauptforderungen: „Mobilität für alle, unnötigen Verkehr vermeiden, den nötigen Verkehr gestalten.“

Derzeit ist der Radschnellweg Darmstadt–Frankfurt im Bau. Für die Routen Hanau–Frankfurt und Vordertaunus–Frankfurt erstellt der Regionalverband bis Ende des Jahres Machbarkeitsstudien.

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