+
Spitzenreiter der privat finanzierten Gesundheitsleistungen sind Laser- und Lidchirurgie, Fettabsaugen, Nasenkorrekturen, Untersuchungen per Ultraschall oder der Augenkrankheit Grüner Star.

Studie der Gesundheitsbranche

Eine Milliarde Euro für die Schönheit

Die Menschen wollen alt werden und dabei schön und gesund bleiben. Das lassen sie sich einiges kosten. Fettabsaugen oder Nasenkorrekturen sind auch in Hessen ein Wachtumsmarkt.

Für seine Gesundheit und Schönheit greift so mancher Hesse tief in die Tasche. So das Ergebnis einer Studie, die Initiative Gesundheitswirtschaft Rhein-Main am Mittwoch in Frankfurt vorgestellt hat. Spitzenreiter der privat finanzierten Gesundheitsleistungen sind demnach Laser- und Lidchirurgie, Fettabsaugen, Nasenkorrekturen, Untersuchungen per Ultraschall oder der Augenkrankheit Grüner Star. Rund eine Milliarde Euro verdienen die hessischen Anbieter dieser Leistungen im Jahr. An zweiter Stelle steht der Gesundheitstourismus: 810 Millionen Euro bringen pro Jahr ausländische Patienten ein, die sich in Hessen behandeln lassen. Davon landen 760 Millionen Euro im Rhein-Main-Gebiet. Als Wachstumsmarkt haben die Anbieter die alternde Gesellschaft im Blick – und zwar Leben im Alter, Gesundheit zu Hause. Aber auch mit maßgeschneiderte Medizin und betriebliches Gesundheitsmanagement lasse sich mehr Geld verdienen, so die Prognose.

Vereinsvorsitzender Florian Gerster stellte die wirtschaftliche Bedeutung des so genannten Zweiten Gesundheitsmarkts heraus: Er wachse überproportional – „trotz anhaltender Politik der Kostendämpfung im Gesundheitswesen“, betonte Gerster im Namen der Mitglieder aus unterschiedlichen Akteuren der Branche.

In den Jahren 2009 bis 2012 sei der Markt in Hessen um 5,6 Prozent gestiegen, in Rhein-Main sogar um 17 Prozent. Knapp 3,6 Milliarden Euro erwirtschafteten die Gesundheitsberufe mit ihren rund 30 000 Beschäftigen pro anno.

In Zukunft will die Initiative das Potenzial des privaten Gesundheitsmarkts noch intensiver nutzen. Dazu müssten die Anbieter des Ersten und Zeiten Gesundheitsmarkt sich vernetzen, sagte Gerster. „Auch die Landesregierung, die Organisationen der Wirtschaft, die Unternehmen und die Kommunen könnten zur Förderung des Zweiten Gesundheitsmarkts beitragen.“ (jur)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare