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Finanzhilfen in Hessen: Es geht um die Existenz

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Nicht nur die Wirtschaft braucht Unterstützung, sondern auch viele andere. Die hessische Landesregierung braucht offene Ohren, um auch diejenigen zu hören, die vielleicht nicht so eine laute Lobby besitzen. Ein Kommentar.

Diese Krise betrifft alle. Es sind Existenzen, die auf dem Spiel stehen. Deswegen ist es richtig, wenn der Bund und die Länder bereit sind, alles zu tun, was mit Geld möglich ist.

Dabei darf der Blick nicht nur zu den großen Unternehmen gehen. Gerade die Kleinen und sehr Kleinen, die Mutigen und Innovativen, die Selbstständigen und die Kulturschaffenden verfügen oft über ein so schmales finanzielles Polster, dass sie ganz schnell und unbürokratisch Unterstützung benötigen.

Die Krise betrifft außerdem nicht nur die Wirtschaft. Sozialeinrichtungen benötigen mindestens genauso dringend Unterstützung, etwa mit Schutzausstattung für ihre Beschäftigten. Arme Menschen, die auch noch um ihr geringes Einkommen fürchten müssen, brauchen ebenfalls die Solidarität der Gemeinschaft.

Es gibt viel zu tun für das Land Hessen. Milliardensummen bereitzustellen, kann nur der erste Schritt sein. Der zweite wird darin bestehen, sich einen Überblick über die Notlagen zu verschaffen, die jetzt drohen. Die Landesregierung braucht offene Ohren, um auch diejenigen zu hören, die vielleicht nicht so eine laute Lobby besitzen.

Die Aufgabe der Politik ist es, das Land so gut durch die Krise zu manövrieren, dass das Leben, wie wir es kennen, danach wieder möglich wird. Ohne dass – neben der Gesundheit – auch viele wirtschaftliche Existenzen in dieser Zeit ruiniert wurden.

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