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Fehlende Schutzkleidung und ein fehlendes Fahrzeug führrten dazu, dass die Freiwillige Feuerwehr in Waldbrunn streikte.

Landkreis Limburg-Weilburg

Feuerwehr von Waldbrunn beendet Streik

Die Freiwillige Feuerwehr von Waldbrunn klagte über schlechte Ausstattung - und trat vorübergehend in einen Streik. Bis man sich einigte.

Die Freiwillige Feuerwehr von Waldbrunn hat ihren Streik beendet. Diese Entscheidung sei am Dienstagabend nach Gesprächen unter anderem mit dem Gemeindevorstand gefallen, sagte Gemeindebrandinspektor Stefan Wingenbach am Mittwoch. Dabei seien Vereinbarungen zur künftigen Zusammenarbeit getroffen worden.

Nach Angaben von Bürgermeister Peter Blum (parteilos) geht es nun darum, die Kommunikation zwischen Feuerwehr und Politik zu verbessern. Die Feuerwehrleute der Gemeinde im Kreis Limburg-Weilburg waren am Montagabend in den Streik getreten wegen eines Konflikts unter anderem um zu wenig Schutzkleidung und eines fehlenden Fahrzeugs.

Durch den Streik war 5700-Einwohner-Ort im Westerwald vorübergehnd ohne eigene Feuerwehr. Im Notfall müssten die Nachbarwehren einspringen. „Damit ist die zehn Minuten-Hilfsfrist leider nicht gewährleistet“, erklärte Wingenbach.

Der Konflikt habe sich unter anderem um ein Einsatzleitfahrzeug für 80.000 Euro gedreht, auf das die Retter schon seit Jahren warten. Zweiter Streitpunkt sind Reserveanzüge für Brandschützer mit Atemschutz. Kostenpunkt sind hier 6400 Euro. Die Kleidung der Retter gehe nach einem Einsatz für drei Tage in die chemische Reinigung. „Sie haben dann keine Ersatzanzüge“, sagte Wingenbach. Eine Entscheidung des Gemeindeparlaments, die Anschaffung des Fahrzeugs erneut zu schieben, sei dann „der Tropfen“ gewesen, „der das Fass zum Überlaufen brachte“. (dpa)

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