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Und Filmhelden sind sie auch. Darsteller aus dem Edit-Beitrag "Offsiders".
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Und Filmhelden sind sie auch. Darsteller aus dem Edit-Beitrag "Offsiders".

Edit 2009 in Frankfurt

Das Fest der Augen

Die Edit, das hessische Festival für Film und Post-Production, kommt wieder nach Frankfurt. Anfang Oktober wird die Metropole am Main zur Filmstadt. Ein Muss: denn manchen Film wird man kaum je wiedersehen. Von Lia Venn

Von Lia Venn

Ein ganz bisschen ist das mit der Kinowelt wie mit der Supermarktwelt: Andere suchen für den Konsumenten aus, was er im Laden kaufen, respektive auf der Leinwand sehen darf. Das ist doof, gut ist: Die Edit greift ein. Erstmals zeigt das Filmakers Festival (4.-6. Oktober) ausgesuchte Filmfestival-Siegerfilme, die im Kino noch nicht, nur kurz gelaufen sind oder es niemals werden.

So auch der 2008 beim Sundance Festival mit dem Publikumspreis versehene Film "The Wackness" von Jonathan Levine (8. Oktober, 20 Uhr, E-Kinos). Der Film spielt im Sommer 1994 in New York, wichtigstes Jahr als Brennpunkt des HipHop, gleichzeitig beginnen die umstrittenen Reformen des neuen Bürgermeisters Rudy Giuliani zu greifen. Wie die Stadt, stehen auch Highschool-Absolvent und Gras-Dealer Luke wie sein unorthodoxer Psychiater Squires (ein von Kritkikern als in diesem Film "grell-komisch" gepriesener Ben Kingsley) an einem Wendepunkt ihres Lebens.

Schwieriger auszusprechen ist ein Film, der beim Polnischen Film Festival 2008 ausgezeichnet wurde: "Boisko Bezdomnych - The Offsiders" (6. Oktober, 21.15 Uhr, Orfeos Erben). Regisseur Kasia Adamik ist vermutlich heftiger Fußballfan. Sein Film erzählt die Geschichte eines obdachlosen, alkoholkranken Ex-Fußballnationalspielers, der eine Mannschaft aus anderen Obdachlosen zusammenstellt, mit denen er an der Fußballweltmeisterschaft der Obdachlosen teilnehmen will. Letztere gibt es übrigens wirklich.

Das irische Nationalheiligtum

Auch ein Animationsfilm gehört zum Programm "Best of FilmFestival", der zudem noch ganz frisch ist, die europäische Produktion "The Secret of Kells" (7.Oktober, 19.30 Uhr, E-Kinos) ist von 2009 und bereits mit zwei Preisen ausgezeichnet: den Publikumspreisen des Annecy International Animated Film Festivals und des Edinburgh International Film Festival. Ein Schweizer Film-Blogger nennt "The Secret of Kells" ein wahres Fest für die Augen. Es geht um das Book of Kells, einem um 800 hergestellten irischen Nationalheiligtum, in dem die vier Evangelien niedergeschrieben und mit aufwändigen Illustrationen und Schriftzügen verziert sind. Moore erzählt die Entstehung aus der Perspektive eines Jungen, der sich im Kampf gegen seinen strengen Onkel und einen Dämon bewähren muss.

Die deutsch-österreichische Produktion des Regisseurs Michael Glawogger "Das Vaterspiel", unter anderem mit Ulrich Tukur, (7. Oktober, 21.15 Uhr, Orfeos Erben) und ebenfalls von 2009, ist eine für die Edit exklusive Preview vor dem Bundesstart; ausgezeichnet mit dem Großen Diagonale-Preis für den besten Kinospielfilm 2008/09. Darin reist Ratz nach New York, wo er sich beunruhigenden Fragen stellen muss: Wie soll er sich zur Nazi-Vergangenheit des alten Mannes stellen, dessen Kellerversteck er ausbauen soll, wie schuldig macht man sich mit virtuellen Morden am eigenen Vater? Erzählt wird die Geschichte und das Schicksal dreier Familien.

Und dann noch ein Schweden-Happen: "So finster die Nacht" (7.Oktober, 21 Uhr, E-Kinos) von Tomas Alfredson aus dem vergangenen Jahr. Der Film mit bereits 56 Auszeichnungen erfindet in "eiskalt-faszinierenden Bildern auf romantische, aber nicht zimperliche Weise das Vampir-Genre neu", schreiben die Festivalmacher. Die aus der Idee zum "Best of FilmFestival" hoffentlich eine Edit-Tradition machen.

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