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Ferien wegen „Sabine“

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    Georg Leppert
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An Hunderten Schulen in Hessen fällt der Unterricht aus, doch allzu lange dürfen sich die Kinder nicht freuen.

Die Weihnachtsferien sind seit einigen Wochen rum, die Osterferien noch längst nicht in Sicht. Dennoch hieß es für Tausende Schülerinnen und Schüler am Montag: schulfrei. Wegen des Sturms fiel an Hunderten Schulen in Hessen der Unterricht aus. Auch zahlreiche Kindergärten und Horte blieben geschlossen,

Im Staatlichen Schulamt Frankfurt klingelten auch am Sonntag die Telefone. Eltern riefen an – und bekamen in der Behörde auch jemanden an den Apparat. „Die Eltern waren besorgt“, sagte Amtsleiterin Evelin Spyra am Montag. Besorgt, ob sie ihre Kinder am nächsten Tag trotz des Sturms zur Schule schicken müssen. „Aber das durften die Eltern selbst entscheiden.“

Denn es gab eine Mitteilung des hessischen Kultusministeriums, in der es allen Eltern freigestellt wurde, ihre Kinder zum Unterricht zu schicken. Auch unterstützte das Kultusministerium alle Schulleitungen, die sich dafür entschieden, den Unterricht aus Sicherheitsgründen ausfallen zu lassen. Von dieser Möglichkeit machten von den 166 öffentlichen Schulen in Frankfurt 93 Gebrauch. „Die Schulen haben sich am Sonntag untereinander ausgetauscht, ob sie schließen“, sagte Spyra. „Die Kommunikation hat super geklappt, sie haben sehr umsichtig reagiert.“

73 Schulen öffneten. „Dort gab es zum Teil regulären Betrieb, zum Teil eingeschränkten“, berichtete Spyra. „Je nachdem, wie viele Schülerinnen und Schüler da waren.“ Das waren nicht immer viele. An einigen Gymnasien etwa war rund die Hälfte der Schülerinnern und Schüler erschienen. „Aber es soll auch niemand Nachteile haben, wenn er nicht im Unterricht war“, sagte Spyra. „Das war am Montag eine besondere Situation.“

Allzu lange dauern die wetterbedingten Ferien nicht. Am Dienstag sollte der Unterricht wieder wie üblich stattfinden – zumindest an den meisten Schulen. An der Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen (Beschädigung des Dachs) und der Grüngürtel-Waldschule (besondere Gefährdungslage im Stadtwald) ist weiterhin schulfrei.

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