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Feldberg: Parkplätze sind rund um den Gipfel rar.
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Parkplätze sind rund um den Gipfel rar.

Hochtaunus

Feldberg für Autos gesperrt

  • Barbara Haas
    vonBarbara Haas
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Der Feldberggipfel wird an den kommenden Feiertagen autofrei.

Wer einen Ausflug zum höchsten Berg im Taunus plant, muss auf das eigene Fahrzeug verzichten. Die Zufahrt zum Plateau ist von Heiligabend bis zum 27. Dezember nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, wie der Taunus-Touristik-Service und der Zweckverband Naturpark Taunus am Mittwoch bekanntgaben. Die Sperrung gilt auch an Silvester und Neujahr.

Die Zufahrt ist ab der Abzweigung zum Gipfel an der Landesstraße 3024 gesperrt. Deshalb können auch die Parkplätze entlang der Straße und auf dem Gipfels des Berges nicht genutzt werden. Zugleich teilen der Taunus-Touristik-Service und der Naturpark mit, dass die Regelung ausgeweitet werden kann. Sollten die angrenzenden Straßen überlastet sein, ist die Strecke bereits an den Zufahrten „Rotes Kreuz“ und „Sandplacken“ gesperrt.

Die Anrainerkommunen reagieren damit laut Mitteilung auf die hohen Besucherzahlen der vergangenen Wochenenden und die Überlastung der Parkplätze. Immer wieder habe die Zufahrt wegen des hohen Besucheraufkommens kurzfristig gesperrt werden müssen, vor allem nach den ersten Schneefällen. Der Verkehrs- und Besucherandrang habe in der Corona-Pandemie besonders zugenommen, weil es viele Menschen für Tagesausflüge in die Feldbergregion ziehe. Damit gehe nicht nur Verkehrschaos einher, auch die Umwelt leide. Die stellvertretende Geschäftsstellenleiterin des Naturparks, Carolin Pfaff, rät, den Feldberg über die Feiertage zu meiden. Sarah Menzebach vom Taunus-Touristik-Service ergänzt: „Nördlich des Taunushauptkamms gibt es wunderschöne Wanderrouten, die deutlich weniger besucht sind als das Feldberggebiet.“

Shuttlebusse einsetzen

Vor der Entscheidung vom Mittwoch hatte Schmittens Bürgermeister Marcus Kinkel bereits eine Lösung angemahnt, in die Kreis und Polizei, Verkehrswacht und alle betroffenen Behörden eingebunden sind. Denn mit der halben Stelle eines Ordnungspolizisten sei da wenig auszurichten. Kinkel kann sich durchaus vorstellen, dass die Straßen zum Plateau schon ab Oberursel gesperrt werden und nur Anlieger durchkönnen. Shuttlebusse sollen dann in den Stoßzeiten und an Wochenenden die Ausflügler kutschieren. Sicher ist: „Die Situation an den Wochenenden ist derzeit bereits sehr kritisch. Durch den Lockdown wird die Zahl der Besucher sicher noch zunehmen.“

Für das gesamte Feldberggebiet sieht ein Konzept vor: Die Verkehrswacht Obertaunus soll’s richten. Sprich: Sieht die Polizei, dass die Zustände chaotisch werden, ruft sie die Verkehrswacht. Diese sendet ihre freiwilligen Helfer als Verkehrslenker:innen auf den Berg. Und dieser Einsatz ist nicht vergnügungssteuerpflichtig, sagt der Leiter der Funkstaffel der Verkehrswacht, Tobias Reinisch. Die vergangenen Wochenenden hätten ordentlich an den Nerven der Ehrenamtlichen gezerrt.

„Es gibt für die Verkehrsregelung eine kleine und eine große Lösung. Bei der kleinen wird nur die Zufahrt zum Plateau selbst gesperrt, bei der großen machen unsere Kollegen bereits am Tannenhof zu.“ Das wäre also am Sandplacken. Was damit nicht gelöst ist: die vielen Falschparker kreuz und quer in der Landschaft, auf den Bundesstraßen oder sogar vor privaten Einfahrten, vorzugsweise in Oberreifenberg.

Aggressiver Fahrer

Die Verkehrswacht hat übrigens durchaus Befugnisse für die Verkehrslenkung. Am vergangenen Wochenende allerdings musste die Polizei hinzugezogen werden, so aggressiv habe sich ein Fahrer verhalten.

Andere wollen die Sperrung nicht akzeptieren. Etwa die Frau, die versuchte, mit der Ausrede durchzukommen, ihrem Mann auf dem Plateau Starthilfe geben zu müssen. Angesichts des angegebenen 6er-BMWs des Mannes und des Smarts der Frau war die Verkehrswacht misstrauisch. Zu Recht. Ein paar Minuten später versuchte die Frau es von der Königsteiner Seite aus mit der Ausrede, ihren Mann und ihr Kind abholen zu wollen, die verletzt seien. Reinisch war jeweils an Ort und Stelle. Er fährt immer wieder alle neuralgischen Punkte ab. Werde die Parksituation zu dramatisch, rufe die Verkehrswacht die Polizei, die Mandate verteilt. Nur ganz Dreisten drohe das Abschleppen - etwa wenn für Busse oder Rettungskräfte kein Durchkommen mehr sei.

Und was sagt die Polizei? Dass Verkehrsmaßnahmen erst einmal Sache der Kommune sind. Was schwierig wird für Schmitten mit der halben Hipo-Stelle. „Der Feldberg hat die Eigenschaft, dass eigentlich drei Polizeidienststellen zuständig sind, Königstein, Usingen und Oberursel. Wir können nur die neuralgischen Punkte überwachen und kommen, wenn wir gerufen werden“, sagte Sprecherin Katharina Stierhof. Ansonsten gelte: „Wenn wir im Rahmen der sogenannten Eilzuständigkeit aktiv werden, ist das was anderes.“ Wie bei einem Schneechaos, wo die Kollegen vor Ort die Räumdienste informieren. Oder bei Verkehrschaos die Verkehrswacht. Und natürlich komme die Streife bei Sachbeschädigungen.

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