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Der Streit um die Windkraft wird auch im Landtagswahlkampf im Main-Kinzig-Kreis ausgetragen.

"Vernunftkraft Hessen" in Main-Kinzig

Zerwürfnis wegen Lob für AfD-Position

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Die Windkraftgegner von "Vernunftkraft Hessen" legen im Main-Kinzig-Kreis die Wahl von FDP und AfD nahe. FDP-Vize-Kreischefin wirft nun aus Protest darüber hin.

Susanne Ficus ist als Vize-Kreisvorsitzende der FDP zurückgetreten und hat auch die Partei verlassen. Sie protestiert damit vor allem gegen die Haltung ihres Ex-FDP-Vorstandskollegen Rolf Zimmermann, der auch Sprecher der Windkraftgegner von „Vernunftkraft Hessen“ ist. Wie die FR berichtete, hatte der Verein vor der Landtagswahl „Keine Stimme für Windkraft-Befürworter“-Plakate verbreitet und in einer Grafik die Wahl der Ausbaugegner von der FDP, aber auch der AfD nahegelegt.

„So sieht es aus, wenn eine eigentlich demokratische Partei Themen von einer rechtsextremen Partei übernimmt“ und ein Amtsträger eine Empfehlung für die AfD abgebe, schreibt Ficus auf Facebook und zeigt das Ergebnis aus Sinntal, wo die AfD auf 23,1 Prozent kam. Ficus sagt, berufliche Verpflichtungen hätten zu ihrem Entschluss beigetragen, bekräftigt aber ihre Kritik. Die Einstellung der FDP zu Windkraft widerspreche dem Anspruch, eine fortschrittliche Partei zu sein. Ficus wolle sich nicht mehr mit Klimawandel-Leugnern aus dem Kreis auseinandersetzen, die sie als Anhängerin der „CO2-Lüge“ beschimpften. Die wissenschaftlichen Fakten sprächen eine klare Sprache. Zimmermanns Agieren sei nicht zu rechtfertigen.

Zimmermann hatte die Kritik zurückgewiesen. Er und „Vernunftkraft“ hätten nicht für die AfD geworben. Die Analyse der Programme zeige nun mal, dass die AfD bei Windkraft eine richtige Position vertrete. Gegner eines Ausbaus könnten seiner Meinung nach aber nur eine demokratische Partei wählen: die FDP.       

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