Rosbach

Wieder Streit um Kitas

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In Rosbach vor der Höhe wehren sich Eltern gegen den Abriss einer Kindertagesstätte. Mit einem Bürgerbegehren setzen sie den Magistrat unter Druck.

Nachdem in Rosbach bereits die Erhöhung der Kita-Gebühren zum 1. Januar 2017 für viel Kritik von Eltern gesorgt hat, gibt es abermals Widerstand gegen Pläne des Magistrats bei der Kinderbetreuung. So hat eine Gruppe von etwa zehn Eltern – unterstützt von FDP und Grünen – ein Bürgerbegehren initiiert, das sich gegen die Schließung und den Abriss der Kita „Brüder Grimm“ im Stadtteil Ober-Rosbach richtet. Stattdessen fordert die Gruppe, die Kita zu sanieren.

Das Stadtparlament hatte in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen, im Neubaugebiet „Die Sang“ eine integrative Kita mit zwei U3-Gruppen und sechs Ü3-Gruppen zu errichten. Die Kita „Brüder Grimm“ soll in die neue Einrichtung integriert und das Gebäude im Anschluss abgerissen werden. Für den Abbruch und den Neubau rechnet die Stadtverwaltung mit Kosten von 4,2 Millionen Euro. Dies sei „mit Abstand die kostengünstigste Variante“, sagt der Magistrat. Für den Betrieb der Kita wird ein freier Träger gesucht. Dieser soll sie auch selbst errichten.

Die Elterninitiative muss nun bis Mitte Juni 1000 Unterschriften sammeln, damit über ihr Anliegen, die Kita „Brüder Grimm“ zu erhalten und die neue Kita kleiner zu bauen, die Rosbacher Einwohner abstimmen können. Friedrich Creutz, der die Initiative vertritt, sagte gestern, es könne nicht sein, dass eine „funktionierende und anerkannte“ Kita abgerissen werde. Es gebe viele Menschen, die mit der Politik von Bürgermeister Thomas Alber (parteilos) bei der Kinderbetreuung unzufrieden seien. Zudem empfinde er es als Missachtung des Parlaments, dass sich Alber in der Rosbacher „Bürgerzeitung“ schon vor der Abstimmung so geäußert habe, als sei der Neubau für bis zu 174 Kinder bereits beschlossen.

Auch die CDU kritisiert das Vorhaben des Magistrats. „Wir sind uns sicher, dass die Initiatoren des Bürgerbegehrens die erforderliche Anzahl an Unterschriften zusammenbekommen“, sagte Fraktionschef Jörg Egerter. 

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