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Ein Wähler gibt bei der Landtagswahl in Frankfurt seine Stimme ab.

Hessen-Wahl

FDP sollte zurückrudern

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Bei allen Pannen, die es in Frankfurt bei der Auszählung gab: Eine Anfechtung der Wahl ist stark übertrieben. Ein Kommentar.

Es ist an der Zeit, einen Gang runterzuschalten. Ja, es gab in Frankfurt peinliche Pannen bei der Auszählung am 28. Oktober. Ein Wahlvorstand vergisst, 300 Stimmen zu melden, und im Wahlamt merkt niemand auf, wenn sich daraus für den entsprechenden Bezirk eine Wahlbeteiligung von etwa 15 Prozent ergibt. So etwas darf nicht passieren, auch wenn es an dem Abend Probleme mit der neuen Software zur Erfassung der Ergebnisse gab, auch wenn es extrem hektisch zuging, weil die Öffentlichkeit, weil wir twitternden und livetickernden Journalisten schnellstmöglich Ergebnisse erfahren wollen. 

Der FDP sei aber zu mehr Gelassenheit geraten. Die Zahl der nachträglich korrigierten Stimmen liegt nicht wesentlich höher als bei vergangenen Wahlen. Das vorläufige amtliche Endergebnis ist eben nur vorläufig. Und spätestens nachdem sich der Vorwurf, Stimmzettel seien über Nacht unbeaufsichtigt geblieben, in Luft aufgelöst hat, erscheint eine Anfechtung der Wahl vollkommen übertrieben. Gleiches gilt für die Forderung nach der Ablösung zweier sehr verdienter städtischer Mitarbeiter, die ohnehin am Ende ihrer beruflichen Karriere stehen.

Er wolle nicht zurückrudern, sagte FDP-Chef Thorsten Lieb im Gespräch mit der FR. Warum eigentlich nicht?

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