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Das Geisterrad an der Kurt-Schumacher-Straße erinnert an den verstorbenen Radfahrer.

Radfahren in Frankfurt

Radspur soll Kreuzung sicherer machen

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Nach dem Tod eines Radfahrers markiert das Frankfurter Straßenbauamt in der Innenstadt einen Radstreifen an der Kreuzung Kurt-Schumacher- zur Battonstraße. Für Autos fällt damit eine Spur weg.

Es ist nur etwas weiße Farbe, ergänzt um ein paar Klemmfixe - sie sollen das Radfahren auf der Kurt-Schumacher-Straße künftig sicherer machen. Seit Montag markiert das Straßenbauamt den Radweg in nördlicher Richtung ab, auf wenigen Metern vor und hinter der Battonstraße.

An dieser Stelle war Anfang August ein 60 Jahre alter Mann ums Leben gekommen, als er mit dem Rad auf dem Bürgersteig fuhr und gegen einen Lastwagen stieß. Die städtische Unfallkommission, der unter anderem die Polizei und das Straßenverkehrsamt angehören, hatten daraufhin empfohlen, an dieser Stelle einen Radweg zu markieren, um derartige Unfälle künftig zu vermeiden.

Das traf auf Widerstand bei der Union und den Freidemokraten. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael zu Löwenstein fährt zwar regelmäßig Rad, räumt diesem Verkehrsmittel auf Hauptstraßen aber keine gleichberechtigte Bedeutung bei: „Die Radfahrer sollten in ihrem eigenen Interesse über ruhigere Nebenstraßen geführt werden“, teilte er mit. Auf Durchgangsstraßen haben seiner Ansicht nach Autos Priorität.

Die FDP im Nordend und in Bornheim spricht sich gegen einen Radweg auf der Friedberger Landstraße aus, falls dafür Fahrspuren für Autos wegfallen würden. Zuvor hatte Stadtrat Klaus Oesterling (SPD) die Einrichtung eines Radwegs zwischen Alter Brücke und Friedberger Warte vorgeschlagen. Damit muss sich nun die Stadtverordnetenversammlung beschäftigen.

Die Grünen begrüßten, dass die Unfallstelle an der Kurt-Schumacher-Straße entschärft wird.

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