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Am Freitag war Richtfest für den SAP-Neubau.

SAP in Eschborn

Neues Entrée für Eschborn Süd

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Der neue SAP-Büroturm in Eschborn Süd wird 2018 fertig. Die Stadt baut eine zusätzliche Autobahnabfahrt direkt ins boomende Gewerbegebiet.

Nirgendwo in Deutschland arbeiten die Mitarbeiter des Software-Entwicklers SAP bisher in einem Hochhaus. In Eschborn werden das mehrere Hundert von ihnen ab August kommenden Jahres tun. Dann ist der 43 Meter Hohe Büroturm mit verspiegelter Glasfassade fertig, den Frankfurter Projektentwickler gerade für den international agierenden Konzern im Gewerbegebiet Eschborn Süd errichten. Gestern war Richtfest für das elfgeschossige Gebäude, das an der Sossenheimer Straße/ Ecke Frankfurter Straße steht.

Von einer „markanten Landmarke“ für das Eschborner Gewerbegebiet Süd sprach gestern Bürgermeister Mathias Geiger (FDP). „SAP wertet das Entrée und das gesamte Areal mit seinem innovativen Gebäude gewaltig auf.“ Eschborn Süd sei nicht nur für die Stadt selbst und den Main-Taunus-Kreis ein ökonomischer Eckpfeiler, sondern einer der wirtschaftlich wichtigsten Schwerpunkte im ganzen Rhein-Main-Gebiet.

Deshalb werde das Viertel auch als moderner Dienstleistungsstandort weiterentwickelt, versprach Geiger. Oberste Priorität habe das Thema Verkehr. Im ersten Quartal 2018 will die Stadt mit dem Bau einer Autobahnabfahrt von der A 66 direkt ins Gewebegebiet Süd beginnen. Pendler, die mit dem Auto aus Richtung Frankfurt kommen, müssen sich dann nicht über die stark befahrene Sossenheimer Straße quälen, sondern können direkt auf die Düsseldorfer Straße hinter dem Baumarkt Hellweg abfahren und so zu ihrem Arbeitsplatz in Eschborn Süd gelangen. Die Kreuzung an der Frankfurter Straße, von der auch die Zufahrt ins Gewerbegebiet Camp-Phoenix-Park abzweigt, werde so deutlich entlastet.

2019 soll dann die Autobahnabfahrt aus Richtung Frankfurt ausgebaut und die Sossenheimer Straße auch unter der Brücke zweispurig werden. Schlussendlich werde auch die geplante Regionaltangente West für Eschborn eine deutliche Verkehrsentlastung bringen, sagt Geiger. Drei Haltestellen seien in den Gewerbegebieten geplant: im Helfmannpark, in Eschborn Süd sowie, einen Steinwurf vom neuen SAP-Gebäude entfernt, in der Düsseldorfer Straße.

Vom Bauantragsverfahren, das im Main-Taunus-Kreis in Rekordzeit abgewickelt worden sei, schwärmte Peter Matteo, Geschäftsführer der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft, die mit OFB Projektentwicklung seit 14 Jahren ein Joint Venture bildet und in Eschborn Süd bereits die deutsche Börse sowie die Unternehmensberater Ernst & Young angesiedelt hat. Ein weiteres Projekt direkt neben dem neuen SAP-Gebäude werde ebenfalls bald realisiert, sagte Matteo. „Da ist es gut zu hören, dass die Verkehrsinfrastruktur für den Standort verbessert wird. Das gibt uns neue Perspektiven.“

In der neuen Geschäftsstelle in Eschborn Süd wird SAP Mitarbeiter aus Vertrieb, Beratung und Entwicklung zusammenziehen, die bisher an vier Standorten im Rhein-Main-Gebiet arbeiten: in Raunheim, Mörfelden-Walldorf, Darmstadt und Bensheim. Das vereinfache die Zusammenarbeit, sagte SAP-Deutschland-Geschäftsführer Daniel Holz gestern beim Richtfest. „Wir freuen uns, dass wir bald in einem der wirtschaftsstärksten Räume in Deutschland an prominenter Stelle vertreten sein werden.“ 450 moderne Arbeitsplätze darunter auch Eltern-Kind-Büros werden in dem neuen Büroturm eingerichtet. Zwei große Lounges für Kunden mit Blick auf die Frankfurter Skyline und den Taunus werden über eine Wendeltreppe verbunden. „Das“, schwärmte Architekt Jürgen Engel, „hat man oft nicht mal in der Frankfurter Innenstadt.“

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