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Die Feuerwehr hat den Bereich abgesperrt (Symbolbild).

Anschläge in Hessen

Linke: "Lunte wurde im Römer gezündet"

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Auf einer Reihe alternativer Wohnprojekte im Rhein-Main-Gebiet wurden mutmaßlich Brandanschläge verübt. Die hessische Linke sieht die Schuld bei CDU, FDP und AfD im Römer. Sie wirft ihnen "Stimmungsmache" vor.

Nach dem Bekanntwerden mutmaßlicher Brandanschläge auf alternative Wohnprojekte fordert die hessische Linke politische Konsequenzen. Landesvorsitzender Jan Schalauske warf CDU, FDP und AfD im Römer vor, sie betrieben „Stimmungsmache“ und einen „Feldzug“ gegen linke Wohnprojekte. Angesichts der Anschläge müssten sie umgehend damit aufhören. Auch die Fraktion der Linke im Römer griff die Kritiker alternativer Projekte scharf an: Die Lunte wurde im Römer gezündet“, heißt es in einer Mitteilung. Fraktionschef Martin Kleihm sprach von „unsäglichen Diffamierungen“.

Wie die Frankfurter Rundschau am Mittwoch berichtete, hat es seit September fünf mutmaßliche Brandanschläge auf linke Projekte gegeben. Betroffen waren die Au und das Assenland in Frankfurt-Rödelheim sowie das Wohnprojekt Knotenpunkt in Schwalbach. Die Bewohner gehen von einem politischen Motiv aus.

Derartige Anschläge seien „durch nichts zu rechtfertigen“, sagte Christoph Schmitt, sicherheitspolitischer Sprecher der CDU im Römer, im Gespräch mit der FR. Er hatte in diesem Jahr gefordert, die seit mehr als 30 Jahren andauernde Besetzung der Au zu beenden und den Bewohnern Mietverträge anzubieten. Angesichts der Anschläge stelle sich dringender denn je die Frage nach dem Brandschutz in dem Gebäude. Darüber müsse die Stadt als Eigentümerin Informationen erhalten.

Die Kritik der Linken, nach der auch die CDU Stimmung gegen alternative Wohnprojekte mache, wies Schmitt zurück. Die Linke wolle offenbar „Straftaten nutzen, um daraus politisch Kapital zu schlagen – so etwas gehört sich nicht“.                

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