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Die Opposition im Frankfurter Römer hat Schuldezernentin Jutta Ebeling (Grüne) im Bildungsausschuss angegriffen.

Frankfurts Schuldezernentin

Jutta Ebeling weiter in Bedrängnis

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Die Opposition im Frankfurter Römer greift Schuldezernentin Jutta Ebeling (Grüne) im Bildungsausschuss an. Anlass ist Ebelings Umgang mit der Kritik von Schulleitern. Von Georg Leppert

Die Opposition im Römer hat Schuldezernentin Jutta Ebeling (Grüne) am Montag im Bildungsausschuss angegriffen. Anlass war Ebelings Umgang mit der Kritik von Schulleitern, die die schlechte Kommunikation mit dem Schulamt beklagt hatten.

Der Fraktionschef der Freien Wähler, Wolfgang Hübner, kündigte an, er werde in der nächsten Sitzung des Stadtparlamentes Ebelings Rücktritt als Bildungsdezernentin beantragen. Die SPD-Fraktion will die Strukturen im Schulamt vom Personaldezernat untersuchen lassen.

Ebeling hatte in der Sitzung des Ausschusses von einem Gespräch mit den Schulleitern am vergangenen Freitag berichtet. Darin hatte sie den Leiterinnen und Leitern aller Schulformen unter anderem mitgeteilt, dass das Schulamt von Januar an eine Hotline einrichten werde.

An zwei Tagen in der Woche soll das Facility Management der städtischen Behörde, das sich um technische Fragen kümmert, garantiert zu sprechen sein. Vor allem über die schlechte Erreichbarkeit hatten sich die Direktoren vor zehn Tagen öffentlich beschwert. Diese Hotline sei ein "erste Schritt um die Kommunikation zu verbessern", sagte Ebeling.

Zugleich kündigte die Dezernentin an, 14,5 neue Stellen im städtischen Haushalt einstellen zu wollen. Die neuen Mitarbeiter sollen sich vor allem um die Folgen des Baubooms an den Schulen kümmern, der durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung eingesetzt hat.

Der Opposition ging das nicht weit genug. Eine Hotline könne die Probleme im Amt nicht lösen, sagte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Brigitte Enzmann. Viele Konflikte zwischen den Schulleitern und der Behörde "gären schon jahrelang". Die SPD werde "sehr genau beobachten, wie es jetzt weitergeht".

Christoph Schnurr (FDP) bezweifelte, dass die Hotline viel bringen werde: "Telefone gab es schon vorher." Und für die Freien Wähler ist Ebelings Zeit nach 20 Jahren im Amt ohnehin abgelaufen. Auch für die Mehrkosten bei Bauvorhaben müsse sie "nun endlich die politische Verantwortung übernehmen", sagte Hübner.

Marina Demaria (Grüne) wies die Rücktrittsforderung zurück: "Daran denkt unsere Fraktion nicht im Traum."

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