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Ministerpräsident Volker Bouffier am Tag nach der Landtagswahl in Hofheim: Als stärkste Kraft lädt die CDU zu Sondierungsgesprächen ein.

Das bringt der Tag

Hessens Parteien beginnen mit der Sondierung

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CDU, Grüne, SPD und FDP loten mögliche Zusammenarbeit aus +++ Wahl-Analyse im Frankfurter Ökohaus +++ Frankfurts Weihnachtsbaum kommt +++ Stand der Bauarbeiten an Schiersteiner Brücke +++ Was heute in Hessen und Rhein-Main wichtig wird

Ganz Hessen schaut heute auf – nein, nicht nur auf Wiesbaden, sondern zunächst auf Geisenheim: In der Rheingau-Stadt trifft sich die CDU heute mit den Parteien, die nach der Landtagswahl für ein mögliches Regierungsbündnis in Frage kommen. Um 10 Uhr erwartet Ministerpräsident Volker Bouffier zunächst die Grünen um Tarek Al-Wazir, nach dem Mittagessen hat um 13 Uhr die SPD mit Landeschef Thorsten-Schäfer-Gümbel ihren Termin bei der CDU. Um 16 Uhr schließlich spricht die FDP vor.

Um diese Zeit werden in der nahen Landeshauptstadt Wiesbaden wiederum die Grünen und die SPD zusammensitzen, um die Chancen einer politischen Zusammenarbeit auszuloten. Abends um 19 Uhr treffen sich die Grünen mit der FDP.

Rechnerisch  sind nach der Hessen-Wahl vier Konstellationen denkbar: eine Neuauflage der schwarz-grünen Koalition, ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP, eine Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP oder eine große Koalition. Es wird aber erwartet, dass CDU und Grüne weiter zusammen regieren. Davon geht auch die SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser aus. Wie sie über die Bundes-SPD denkt und ob Thorsten Schäfer-Gümbel im Wahlkampf Fehler gemacht hat, beantwortet sie im FR-Interview.

Schäfer-Gümbel hatte betont, dass seine Partei nur dann zur Verfügung stünde, wenn die Gespräche „ernst gemeint“ seien - und laut darüber nachgedacht, dass auch eine Juniorpartnerschaft der SPD in Frage käme.  FDP-Fraktionschef René Rock geht skeptisch in die Sondierung. „Wir werden die Gespräche führen, machen uns aber nichts vor. Ich glaube, dass Grüne und CDU eine gemeinsame Regierung bilden werden“, sagte Rock.  Unser News-Ticker zur Landtagswahl hält Sie auf dem Laufenden.

Wahl-Analyse im Frankfurter Ökohaus

Sie möchten darüber reden, wie es in Hessen weitergeht? FR-Landtagskorrespondent Pitt von Bebenburg moderiert am heutigen Donnerstag (1.11.2018) eine Diskussionsrunde im Frankfurter Ökohaus. Ab 19 Uhr analysieren die Soziologieprofessorin Sigrid Roßteutscher und der Wahlforscher Sebastian Bukow von der Heinrich-Böll-Stiftung (die auch Veranstalterin ist) das Wahlergebnis.

Volksabstimmung: Diese  Städte und Gemeinden lassen auf sich warten

Auch fünf Tage nach der Landtagswahl ist die Volksabstimmung, die zeitgleich stattfand, noch nicht komplett ausgezählt. Aus sechs der 423 hessischen Städte und Gemeinden liegen noch keine amtlichen Ergebnisse vor: Frankfurt am Main, Gladenbach, Lampertheim, Lahntal,  Marburg und Wetzlar. Fest steht, dass alle 15 Änderungen an der Landesverfassung eine Mehrheit bekommen haben. Doch vor allem ein vorläufiges Ergebnis sorgt für Irritationen: Die Zahl derer, die die Todesstrafe in der hessischen Landesverfassung beibehalten wollen, ist größer als angenommen. Alle 15 geplanten Änderungen an der hessischen Verfassung erklären wir ausführlich hier.

Der Weihnachtsbaum kommt

Dreieinhalb Wochen vor dem Beginn des Frankfurter Weihnachtsmarkts wird heute der Weihnachtsbaum auf dem Römerberg aufgestellt. Der Baum aus Schlüchtern wird erstmals über eine Route am Mainkai angeliefert. Dass die knapp 30 Meter hohe Fichte auch diesmal vielen nicht gefallen wird, darf als sicher gelten: Kritik am Frankfurter Weihnachtsbaum hat eine fast so lange Tradition wie der Weihnachtsmarkt selbst. 

Tödlicher Unfall bei Schlangenbad

Ein riskantes Überholmanöver hat ein 36-Jähriger bei Schlangenbad (Rheingau-Taunus-Kreis) mit seinem Leben bezahlt. Er habe am Mittwochabend mehrere Autos überholt und sei kurz vor einer langgezogenen Rechtskurve frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammengestoßen, teilte die Polizei unter Berufung auf Zeugenaussagen mit. Der 34-jährige Fahrer des zweiten Autos wurde bei dem Unfall am Mittwochabend schwer verletzt. Die Bundesstraße 260 war auf Höhe des Ortsteils Wambach für rund drei Stunden gesperrt.

Abriss an Schiersteiner Brücke läuft nach Plan

Rund zwei Wochen nach dem Start läuft der Abriss eines wichtigen Teils der Schiersteiner Brücke nach Plan. Rund ein Viertel des sogenannten Herzstücks Ost ist mittlerweile verschwunden, wie der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz mit Sitz in Koblenz mitteilte. Ein weiteres Viertel des Brückenteils, an dem 2015 die Probleme rund um die wichtige Rhein-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden entstanden waren, sei zudem „geleichtert“. Das heißt, dort ist der Beton zwischen den Hauptträgern herausgemeißelt. Nun folgen nach LBM-Angaben die Beseitigung der Hauptträger, weiterer Stützen und der Fundamente sowie die Arbeit an der noch stehenden Hälfte.

Am 109 Meter langen und bis zu 25,5 Meter breiten Herzstück Ost auf rheinland-pfälzischer Seite war im Februar 2015 ein Pfeiler nach einem Bauunfall abgesackt. Die Folge war seinerzeit die Sperrung der gesamten Autobahnbrücke und ein wochenlanges Verkehrschaos.

Vollständig verschwunden sein soll das Brückenteil dann Ende dieses Jahres. Insgesamt müssen rund 3100 Kubikmeter Material weggeschafft werden. Die Rampen dieses Brückenteils verschwinden schließlich bis voraussichtlich März 2019. Der Verkehr auf der über die Brücke führenden Autobahn 643 kann während des Abrisses ungehindert über die parallel bereits gebaute neue Brücke fließen.  (mit dpa)

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