Königstein

Herta Müller erhält Kogon-Preis

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Die in Rumänien geborene Schriftstellerin wird ausgezeichnet. In ihren Werken sei die "Sprache ein Instrument des Widerstands".

Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller erhält den Eugen-Kogon-Preis der Stadt Königstein. Das haben Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) und Stadtverordnetenvorsteher Alexander Freiherr von Bethmann (FDP) am Mittwoch im Namen des Kuratoriums mitgeteilt.

Mit dem Kogon-Preis ehrt die Stadt Königstein Persönlichkeiten und Institutionen, „die sich den Grundwerten lebendiger Demokratie verpflichtet fühlen“. Das zeige Herta Müller in ihren Werken in beispielhafter Weise, begründete von Bethmann die Entscheidung für die in Rumänien geborene Schriftstellerin. „Sprache ist darin ein Instrument des Widerstands.“

Der Preis erinnert an den Publizisten, Politologen und Widerstandskämpfer Eugen Kogon, der 1987 im Alter von 84 Jahren in Königstein verstarb. Sein Werk „Der SS-Staat“ habe für Herta Müller eine große Bedeutung gehabt, erklärte Leonhard Helm. „Dass ich mich nicht in den Netzen der Diktatur verfing, habe ich auch Eugen Kogon zu verdanken“, zitierte er aus einem Brief der Autorin.

Herta Müller wird den Kogon-Preis am Freitag, 22. März 2019, im Haus der Begegnung entgegennehmen. Die Laudatio hält Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Der Eugen-Kogon-Preis wurde 2002 zum ersten Mal verliehen und ist mit 5000 Euro dotiert. Im März diesen Jahres erhielt der deutsch-französische Sozialwissenschaftler und Publizist Alfred Grosser die Auszeichnung. Weitere Preisträger waren unter andern der französische Essayist Stéphane Hessel, die FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher und der ehemalige tschechische Präsident Václav Havel.

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