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Die Offenbacher Schleuse.

Das bringt der Tag

Havariertes Schiff liegt in Offenbacher Schleuse fest

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Raubüberfälle halten Polizei in Wiesbaden und Kassel in Atem +++ Staufener Sexualstraftäter sagt im Limburger "Elysium"-Prozess aus +++ Weg für jüdische Akademie frei +++ Alles, was heute in Hessen wichtig wird, erfahren Sie hier.

Offenbach erlebt heute einen Einsatz der besonderen Art. Im Verlauf des Tages muss dort ein 109 Meter langes Tankmotorschiff geborgen werden, das am Mittwochabend bei der Einfahrt in die Nordkammer der Schleuse  an einer Kante hängengeblieben und beschädigt worden ist.

Das Schiff sei am Mittwochabend zunächst mit der rechten Seite im Bereich des Schleusentores gegen eine Wand gestoßen, teilte die Polizei mit. Durch die Wucht des Aufpralls driftete es dann nach links und krachte mit dem Bug voran gegen eine hervorstehende Kante, an der es hängen blieb. Durch die Kante wurde die Bordwand des Schiffes aufgeschnitten.

Den Angaben zufolge drangen aber weder Gefahrenstoffe ins Wasser noch Wasser in das Schiff. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Die Nordkammer ist bis auf Weiteres außer Betrieb. Wie hoch der entstandene Schaden ist, ist noch  unklar. 

Polizei ermittelt wegen Raubüberfällen in Wiesbaden und Kassel

Zwei Raubüberfälle haben gestern Abend die Polizei in Wiesbaden in Atem gehalten. Der erste ereignete sich um 18 Uhr in einer Apotheke in der Rüdesheimer Straße. Wie die Wiesbadener Polizei berichteten, bedrohte ein Mann eine Apotheken-Angestellte mit einem Messer und forderte Geld. Der Frau gelang die Flucht in einen der hinteren Räume. Der Räuber versuchte danach noch vergeblich die Kasse zu öffnen und flüchtete anschließend. 

Besonders rabiat war der Räuber, der  um 20.35 Uhr einen Kiosk in der Karlstraße mit einer Schusswaffe betrat. Um seiner Forderung nach Geld Nachdruck zu verleihen, schlug er mit der Waffe dem Kioskbetreiber ins Gesicht und verletzte ihn dabei, wie die Polizei weiter berichtete. Der Kioskbetreiber flüchtete daraufhin. Der Räuber riss die Kasse vom Tresen und flüchtete mit wenigen Hindert Euro. 

In Kassel hat ein Unbekannter am Donnerstagabend ein Wettbüro am Marktplatz überfallen. Auch er ging dabei äußerst brutal vor. Er stürmte gegen 20.40 Uhr in das Geschäft und schlug sogleich auf den Kopf einer 39 Jahre alten Angestellten ein, berichtete die Kasseler Polizei. Anschließend soll er sie zu Boden gestoßen haben und dann Geld aus der Kasse genommen haben. Dann flüchtete er mit dem Bargeld.

Staufener Sexualstraftäter sagt im „Elysium“-Prozess aus

Vor den Gerichten in Hessen werden heute drei bemerkenswerte Fälle verhandelt. Im Limburger Prozess um die Kinderpornografie-Plattform „Elysium“ wird heute der Hauptbeschuldigte im aufsehenerregenden Missbrauchsfall von Staufen als Zeuge erwartet. Der Zeuge war im August vom Landgericht Freiburg zu zwölf Jahren Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Er soll gemeinsam mit seiner damaligen Partnerin deren Sohn mehr als zwei Jahre lang im Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen sowie das Kind auch selbst missbraucht haben. Bei der heutigen Verhandlung, die um 9 Uhr beginnt, geht es um Vorwürfe, wonach der „Elysium“-Administrator von dem Mann Nacktfotos des Staufener Jungen bekommen haben soll, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit. Seit August verhandelt das Landgericht Limburg den „Elysium“-Fall. Den vier angeklagten Männern aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern wird vorgeworfen, die Plattform im verborgenen Darknet betrieben oder sich daran beteiligt zu haben. „Elysium“ hatte den Ermittlern zufolge weltweit mehr als 111 000 Nutzerkonten.

Würth-Entführung: Möglicherweise werden Plädoyers gehalten

Nach mehr als zwei Monaten Verhandlung steht im Prozess um die Entführung von Milliardärs-Sohn Markus Würth die Schlussetappe bevor. Bei der heutigen Verhandlung, die um 9 Uhr beginnt, soll es nach Angaben eines Sprechers des Landgerichts Gießen zunächst um einen Beweisantrag gehen. Möglicherweise werden danach bereits die Plädoyers gesprochen. Der Angeklagte soll den behinderten erwachsenen Sohn des baden-württembergischen Unternehmers Reinhold Würth im Juni 2015 im osthessischen Schlitz entführt und drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Nach einer gescheiterten Übergabe wurde das Opfer einen Tag später in einem Wald bei Würzburg unversehrt an einen Baum gekettet gefunden. Der Angeklagte bestreitet die Tat. Die Ermittler gehen davon aus, dass er Markus Würth wahrscheinlich zusammen mit Komplizen entführte. Die Aufnahmen eines Telefonmitschnitts sollen ihn überführt haben.

Landgericht Frankfurt: Prozess um fingierte Flugreisen beginnt

Weil er mit einer in Wirklichkeit gar nicht existierenden Touristik-Firma mehr als 560 000 Euro ergaunert haben soll, muss sich von heute an ein 38 Jahre alter Geschäftsmann vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.  Der Angeklagte soll seit Juli vergangenen Jahres im Internet vor allem Flugtickets für Urlaubsreisen nach Thailand und Kuba angeboten und die Kunden dazu gebracht haben, in Vorkasse zu gehen. In 348 Fällen sollen Kunden Zahlungen geleistet haben, ohne dafür eine Leistung zu erhalten. Im Mai dieses Jahres wurde der mutmaßliche Betrüger schließlich festgenommen. Die Wirtschaftsstrafkammer hat zunächst acht Verhandlungstage bis Ende Dezember geplant. Die Verhandlung heute beginnt um 9.15 Uhr.

Verkehrsausschuss im Landtag berät drohende Fahrverbote

Drohende Diesel-Fahrverbote in Hessen werden heute ab 14 Uhr Thema im Landtagsausschuss für Wirtschaft und Verkehr in Wiesbaden sein. Die FDP hat einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt. Unter anderem will die Oppositionsfraktion wissen, wie die Landesregierung das drohende Fahrverbot in Frankfurt noch abwenden will. Außerdem soll es um die Frage gehen, wie Fahrverbote in Darmstadt, Offenbach, Wiesbaden und Limburg verhindert werden könnten. Zu den weiteren Themen im Ausschuss zählen Lärmpausen am Frankfurter Flughafen und die bundesweite Neuorganisation der Autobahnverwaltung. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, warum am Mittwoch das Verwaltungsgericht Wiesbaden eine Entscheidung zu Fahrverboten in Darmstadt vertagt hat, lesen Sie den Bericht unseres Autoren Jens Joachim.

Bundestag macht Weg für jüdische Akademie in Frankfurt frei

Noch schnell ein Blick auf die Klick-Statistik. Eines der Themen, die die Leser von fr.de heute Morgen beschäftigt, ist der Bau einer zentralen Bildungseinrichtung für die jüdischen Gemeinden in Deutschland in Frankfurt. Der Deutsche Bundestag hat sieben Millionen Euro als Zuschuss für das Projekt bewilligt. Weitere 4,5 Millionen Euro hatte bereits die Stadt Frankfurt zugesagt. Drei Millionen Euro will das Land Hessen beisteuern. Wo die Akademie entstehen soll, erzählt Ihnen unser Autor Claus-Jürgen Göpfert. 

Infoveranstaltung zu Projekt „Grünes Ypsilon“ in Frankfurt

Das Projekt „Grünes Ypsilon“ soll dafür sorgen, dass bestehende Grünanlagen zwischen Ginnheim, Dornbusch und dem Grüneburgpark besser miteinander verbunden und aufgewertet werden. Wie dies geschehen soll, das stellen die Planer heute Abend ab 18 Uhr  in der Turnhalle der Astrid-Lindgren-Schule, Platenstraße 75, vor. Frankfurt hat es mit dem Planungsgebiet „Grünes Ypsilon Ginnheim/Dornbusch“ als eine der ersten Städte geschafft, in das Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und des Landes Hessen aufgenommen zu werden. Um die Gelder zu erhalten, muss die Stadt ein sogenanntes „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ erarbeiten. (mit dpa)

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