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Mathias Geiger muss sich vor Gericht verantworten.

Mathias Geiger in Eschborn

Geigers Anwalt legt Revision ein

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Der Eschborner Bürgermeister Mathias Geiger will die Geldstrafe wegen Geheimnisverrats nicht akzeptieren.

Zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen hat das Frankfurter Landgericht den Eschborner Bürgermeister Mathias Geiger (FDP) in der vergangenen Woche wegen Geheimnisverrats verurteilt. Geiger soll 20 400 Euro bezahlen, 60 Tagessätze sah das Gericht wegen der langen Verfahrensdauer bereits als vollstreckt an. Doch Geiger will das Urteil nicht akzeptieren. „Wir haben Revision eingelegt“, teilte Anwalt Ulrich Endres auf FR-Anfrage mit. Die Begründung werde er liefern, sobald die Urteilsbegründung vorliege. Der Eschborner Verwaltungschef hatte zugegeben, als Erster Stadtrat vertrauliche Unterlagen aus dem Rathaus fotografiert, auf CD gebrannt und an einen ehemaligen Parteifreund weitergegeben zu haben, der sie politisch gegen Ex-Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) nutzte.

Solange das Revisionsverfahren läuft, ist das Urteil nicht rechtskräftig und Geiger gilt nicht als vorbestraft. Das Disziplinarverfahren, das Landrat Michael Cyriax (CDU) gegen den Eschborner Rathauschef eingeleitet hat, ruht weiterhin. Geiger hat sich weder zum Urteil noch zu Rücktrittsforderungen von SPD und Grünen geäußert. Für die nächste Parlamentssitzung bereiten CDU, SPD und Grüne einen Abwahlantrag gegen den Bürgermeister vor. Um ihn zu beschließen fehlt den drei Fraktionen allerdings die nötige Zweidrittelmehrheit.

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