Landespolitik

FDP-Politiker Otto Wilke tot

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Ex-Fraktionschef starb mit 81 Jahren

Der langjährige hessische FDP-Politiker Otto Wilke ist tot. Seine Partei teilte am Dienstag mit, dass der Korbacher am gleichen Tag im Alter von 81 Jahren gestorben sei. „In seiner Persönlichkeit verband sich in wunderbarer Weise Heimatverbundenheit mit dem weiten Horizont seines politischen Denkens“, sagte der hessische FDP-Vorsitzende Stefan Ruppert. „Sein gutes Gespür für politische Stimmungen, sein Humor und die Fähigkeit Menschen zusammenzuführen werden uns immer in bester Erinnerung bleiben.“

Der Installateurmeister Wilke war 25 Jahre lang Abgeordneter des Hessischen Landtages gewesen, von 1970 bis 1995. Er führte die FDP-Fraktion von 1976 bis 1982, als SPD und FDP unter Holger Börner gemeinsam regierten, und erneut während der CDU-FDP-Regierung von Walter Wallmann 1987 bis 1991. Für die FDP war Wilke bis 2007 als Landesschatzmeister tätig. In seinem Landkreis Waldeck-Frankenberg amtierte Wilke von 1993 bis 2012 als ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter, erst unter dem SPD-Landrat Horst Bökemeier, dann unter CDU-Landrat Helmut Eichenlaub.

1977 gehörte der Nordhesse zu den Begründern der FDP-nahen Karl-Hermann-Flach-Stiftung. Sie ist benannt nach dem 1973 verstorbenen früheren FR-Journalisten Flach, der zeitweise Generalsekretär der FDP gewesen war. Wilke engagierte sich vielfältig, unter anderem für das Naturschutzzentrum Hessen.

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