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Das Datenlöschgerät „Robby-Bit“ kam in den 80ern zum Einsatz.
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Das Datenlöschgerät „Robby-Bit“ kam in den 80ern zum Einsatz.

Frankfurt/Darmstadt

Fast bis zur Unendlichkeit

  • Meike Kolodziejczyk
    VonMeike Kolodziejczyk
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Studierende der TU Darmstadt und die Museumsstiftung für Post und Telekommunikation in Frankfurt haben eine Online-Ausstellung zur Geschichte digitaler Speichermedien entwickelt

Ohne sie wären wir heute nicht da, wo wir sind. Die Welt wäre eine andere. Die Entwicklung des Computers erforderte es, Informationen zu speichern, dafür waren und sind Medien, Mittel und Wege erforderlich. Ging es in den 1950ern nur um wenige Kilobyte, sind Bedarf und Kapazitäten stetig gestiegen – und im Gegenzug die Datenträger geschrumpft. Die Digitalisierung machte es nötig und möglich, immer mehr Arten von Inhalten zu speichern, egal ob Bilder, Texte, Töne oder Videos.

All dem widmet sich fortan die Onlineausstellung „Von der Lochkarte zur Cloud. Die Geschichte digitaler Speichermedien“, die Studierende des Instituts für Geschichte an der TU Darmstadt gemeinsam mit der Museumsstiftung für Post und Telekommunikation in Frankfurt konzipiert haben. Das Seminar im Fachgebiet Technikgeschichte war Teil des hessenweiten Projekts „DigiLL – Digital gestütztes Lernen und Lehren“ und sollte den Studierenden Einblicke in den musealen Berufsalltag erlauben.

20 Objekte und Archivalien erzählen nun die Geschichte digitaler Speichermedien und ihrer Nutzung, angefangen mit der Lochkarte, die bereits Mitte des 18. Jahrhunderts der Automatisierung maschineller Abläufe diente. Das Magnetband, ursprünglich entwickelt für Tonaufnahmen, war jahrzehntelang Standard auch für Videos und Filme. Die erste Diskette wurde 1969 eingeführt. 1982 machte die CD die Musik digital, einige Jahre später revolutionierten DVD und Blu-Ray das Heimkino. Ende der 80er kamen Karten mit elektronischem Flashspeicher auf den Markt, mittels USB-Stick lassen sich seit dem Jahr 2000 Daten auf einem Mikrochip festhalten. Etwas später ist die Cloud entstanden, die es ermöglicht, jederzeit Unmengen von Informationen zu speichern – und das ohne physisch vorhandenen Datenträger.

Noch manches mehr erfahren Gäste der Onlineausstellung, etwa was eine Wechselplatte ist oder eine Datasette. Oder das Robby-Bit. Selbiges stellt ein Löschgerät dar, das nach Einführung des Bundesdatenschutzgesetzes 1978 ersonnen wurde, um personenbezogene Informationen von Magnetbändern zu entfernen.

Sämtliche Exponate der Ausstellung, zu denen die Studierenden der TU Darmstadt Texte verfasst haben, stammen aus der Sammlung der Museumsstiftung für Post und Telekommunikation. Da nur ein Bruchteil der vielen Hunderttausend Objekte Platz in den zugehörigen Museen in Frankfurt, Berlin und Nürnberg hat, kooperiert die Stiftung seit einiger Zeit mit der Webanwendung „Google Arts and Culture“, die virtuelle Rundgänge ermöglicht. Inzwischen sind 16 Onlineausstellungen mit knapp 350 Objekten aus der Kommunikationsgeschichte darüber verfügbar.

Vor allem aber sei die Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt „ein wichtiger Baustein unserer Vermittlungsarbeit“, sagt Helmut Gold, Direktor des Museums für Kommunikation Frankfurt. „Die Studierenden beschäftigen sich nicht nur intensiv mit unseren Sammlungsobjekten, sondern sie bereiten die recherchierten Fakten und Hintergründe für ihre Altersgruppe und ein größeres Publikum ansprechend auf.“

Die Onlineschau „Von der Lochkarte zur Cloud“ lässt sich besuchen auf: https://artsandculture.google.com/story/VQXBq16p7orTYw

Lochkarten und -streifen dienten bereits im 18. Jahrhundert zur Steuerung von Maschinen.
Ein Diskettenlaufwerk von Anfang der 1980er Jahre.

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