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Gefahrenpunkte für Radfahrer in Darmstadt.
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Gefahrenpunkte für Radfahrer in Darmstadt.

Darmstadt

Fallen für Fahrradfahrer

In E-Mails, Briefen und Anrufen haben uns FR-Leser fast 80 Kritikpunkte an Radwegen genannt. Mit den ärgsten haben wir die Verwaltung konfrontiert.

1 Röhnring/Frankfurter Straße: Die Kreuzung wurde so umgebaut, dass sie Radfahrer nur umständlich queren können. Vorschlag: Radspur auf der Fahrbahn führen. Stadt: Für eine Radspur wäre Umbau notwendig, Ampelmasten müssten versetzt werden. Das ist zu aufwendig.

2Heidelberger-Straße: Richtung Süden kurz hinter der Ecke Eschollbrücker Straße müssen Radler auf einen Radweg fahren, der sehr eng, schadhaft und oft zugeparkt ist. Vorschlag: Wie auch zwischen Rheinstraße und Eschollbrücker Straße Radwege für "Radfahrer frei", Straßenbenutzung erlauben. Stadt: Auf der Straße fahren zu viele Autos, um sie für Radfahrer freizugeben. Auf dem freigegeben Teil, ist der Radweg zu eng, um eine Benutzung vorzuschreiben.

3 In der Heinrichstraße liegt auf der Nordseite zwischen der Karlstraße und Wilhelm-Glässing-Straße ein unnötiges kurzes Stück "Radwegschnipsel". Davor und dahinter müssen Radfahrer die Fahrbahn benutzen, das Wiedereinfädeln in den Verkehr hinter dem Radweg ist gefährlich. Vorschlag: Radweg abschaffen, Gehweg für "Radfahrer frei", Straßenbenutzung erlauben.

4 Zweifalltorweg: In Richtung Süden kurz vor der Kreuzung mit der Rheinstraße wird der Radverkehr auf wenigen Metern von der Fahrbahn geholt und auf einen Gehweg gezwungen. Linksabbiegen in die Rheinstraße ist nicht möglich. Vorschlag: Radfahrern die Straßenbenutzung erlauben. Stadt: Dazu müsste die Ampelphase verlängert werden. Als Hauptverkehrsachse genießen hier Autos Vorrang. Neuerdings führt ein Radweg durch die kleine Grünanlage östlich vom Zweifalltorweg an der Ampel vorbei.

5 Kasinostraße: Die Zufahrten zu Burger-King und Tegut sind falsch gebaut worden. Es entsteht der Eindruck, dass der ein- und ausfahrende Autoverkehr Vorrang vor dem Radverkehr hat. Immer wieder kommt es beinahe zu Unfällen. Die Stadt gesteht ein Versäumnis ein: Sie habe bei der Abnahme der Zufahrten, die der Investor des Geländes angelegt hatte, nicht auf Radfahrer geachtet. Eine Änderung sei nicht geplant.

6 Hügelstraße: Die Radfahrer müssen vor der Tunneleinfahrt auf die linke Seite wechseln. Der Versuch ist lebensgefährlich.

7 Hauptbahnhof: Seit der Umgestaltung fehlen Radspuren. Radler nutzen die Fußgängerzone. Die Stadt führt städtebauliche Gründe an.

8 Otto-Röhm-Straße: Der Radweg ist für ein- und ausbiegende Autofahrer schlecht einzusehen. Am neuen Carl-Schenk-Ring entsteht zur Gräfenhäuser-Straße eine Monsterkreuzung, an der ein benutzungspflichtiger Radweg in Zukunft Radfahrer zwingt, zum Abbiegen, bis zu siebenmal an Ampeln zu warten. Vorschlag: Radwege für "Radfahrer frei", Straßenbenutzung erlauben. Stadt: Auf der Straße fahren zu viele Autos, um sie für Radfahrer freizugeben. Die Ampel sei so geschaltet, dass Radler kaum warten müssen.

9 Heinheimerstraße: Weil der Gehweg durch das Gelände der Martinstraße führt, weichen Fußgänger an dieser Stelle häufig auf den Radweg aus.

10 Rheinstraße Richtung Luisenplatz: Der benutzungspflichtige Rad- und Gehweg ist für Radler kaum zu befahren. Fußgänger benutzen die Radspur, von parkenden Autos ragen ständig offene Türen auf den Radweg. Vorschlag: Radwege für "Radfahrer frei", Straßenbenutzung erlauben. Stadt: Ein Umbau ist in Planung. Möglicherweise werden die Fahrspuren von zwei auf eine reduziert. Dann wäre ein breitere Radspur auf der Straße möglich.

11/12 Dolivostraße Richtung Bismarckstraße und Kasinostraße Richtung Süden ab Pallaswiesenstraße: Der Radweg ist in schlechtem Zustand. Baumwurzeln heben Platten hoch. Nach Ansicht der Stadt ist der Weg zwar holprig aber nicht gefährlich. Bei Wurzelschäden müsste der gesamte Weg neu gemacht und angehoben werden: zu aufwendig.

13 Liebig-Straße Ecke Julius-Reiberstraße: Radfahrer, die von Liebig-Straße nach rechts in die Julius-Reiberstraße abbiegen müssen für fünf Meter von einem Bordsteinradweg auf die Straße und zurück wechseln. Eine Schikane aus Metallbalken sperrt den Gehweg an dieser Stelle ab.

14 Maritim-Hotel am Hauptbahnhof. Der Radweg verläuft über Kopfsteinpflaster und direkt am Eingang des Hotels vorbei. Vorschlag: Radspur deutlich kennzeichnen. Und an dieser Stelle eine zusätzliche Radspur auf der Rheinstraße einrichten. Stadt: Der Weg ist sehr breit und übersichtlich.

15 Kreuzung Rheinstraße/Neckarstraße: Radfahrer, die in später Grünphase stadteinwärts über die Neckarstraße fahren, geraten bei langsamem Tempo in die Grünphase der nördlichen Fußgängerfurt. Vorschlag. Fußgängern später Grün geben, damit Radfahrer Zeit haben, die Kreuzung zu räumen. Stadt: Die Ampelphasen sind ausreichend.

16/17 Südseite Landgraf-Georg-Straße/Beckstraße und Kreuzung Teichhausstraße/Landgraf-Georg-Straße: An den Kreuzungen fehlt auf den Ampeln das Fahrradsymbol. Dabei ist der vom Ostbahnhof auf der Woog-Seite entlangführende Radweg in beide Richtungen freigegeben. Am Überweg über die Beckstraße trägt die Ampel nur stadtauswärts ein Fahrradsymbol. Auch der neue Radweg in der Rudolf-Müller-Anlage ist ein Zwei-Richtungs-Radweg, die Ampeln an der Kreuzung Teichhausstraße/Landgraf-Georg-Straße scheinen nur für Fußgänger zugelassen. Vorschlag: Die Ampeln über die Landgraf-Georg-Str. und die Pützerstraße werden für Radfahrer freigegeben. Die Stadt will das Ampelsymbol an der Beckstraße austauschen. An der Kreuzung Teichhausstraße dürften Radfahrer die Fußgängerampeln benutzen - auch ohne Symbol.

18 Pallaswiesenstraße/Kasinostraße: Eine von einigen Kreuzungen an denen die Ampel für Autos automatisch schaltet, Fußgänger und Radfahrer jedoch den Knopf drücken müssen um Grün zu bekommen. Stadt: Dies gelte nur für den Querverkehr, bei wenigen Fußgängern, sei die Ampel so optimaler ausgelastet.

19 Nieder-Ramstädter-Straße: Stadteinwärts endet der Radweg kurz vor der Heinrichstraße.

20 Rhönring: an Querstraßen fehlen rote Markierungen des kreuzenden Radweges. Die Stadt überlegt Nachbesserung.

21 Herrngarten-Zufahrt Hochschulstraße: Toranschlag in der Mitte des Weges. Die Stadt will Reflektor anbringen.

22 Rheinstraße zwischen Steubenplatz und Göbelstraße. Autos nehmen Radlern die Vorfahrt. Die Stadt überlegt Piktogramme aufzubringen.

23 Bleichstraße: Der Cityring ist auch für Radfahrer nur in einer Richtung befahrbar, er verfügt weitgehend über keine Radwege und Linksabbiegen ist für Radfahrer lebensgefährlich. Vorschlag: Zwischen Museum und Darmstadtium die Ausweichgleise der Straßenbahn freigeben. Stadt: Das ist nicht erlaubt.

24 Wilhelminenstraße zwischen Hügelstraße und Elisabethenstraße: Der ausgeschilderte Radweg darf nicht befahren werden (siehe Bild). Stadt: Es gibt keine Alternative.

25 Wilhelminenstraße zwischen Goethestraße und Heinrichstraße: Die Wilhelminenstraße ist als Einbahnstraße für Radfahrer in beide Richtung freigegeben. Zwischen Goethestraße und Annastraße wird es bei Gegenverkehr oft zu eng. Vorschlag: Parkverbot auf einer Seite. Stadt: Für ein Parkverbot sind die Parkplätze im Viertel zu knapp. Die Straße scheint auch breit genug.

26 Frankfurter Straße zwischen Alice- und Landwehrstraße: Zwischen Straßenbahnschienen und parkenden Autos, bleibt kaum Platz für Radler. Manche Straßenbahnen überholen trotzdem. Heag mobilo: Es sind keine Unfälle bekannt. Die Fahrer sind angewiesen, zu warten, bis Radfahrer in eine Parkbucht ausweichen. Stadt: Bei der kommenden Straßen- und Gleissanierung ist ein Radstreifen geplant.

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