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Ali B., der mutmaßliche Mörder von Susanna, wird in eine Justizvollzugsanstalt geflogen. (Archivbild)

Kriminalität

Fall Susanna: Mordprozess beginnt Mitte März in Wiesbaden

Der mutmaßliche Mörder von Susanna muss sich vor Gericht verantworten. Er soll die 14-Jährige vergewaltigt und dann getötet haben.

Der Prozess im Mordfall Susanna beginnt am 12. März vor dem Landgericht Wiesbaden. Die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen Ali B. wegen Mordes sowie schweren Raubes sei ohne Einschränkungen zugelassen worden, teilte das Gericht am Freitag mit.

Der irakische Flüchtling soll die aus der Nachbarstadt Mainz stammende 14-Jährige in der Nacht zum 23. Mai 2018 in einem Waldstück bei Wiesbaden-Erbenheim vergewaltigt und anschließend von hinten erwürgt haben. Die Staatsanwaltschaft geht als Mordmerkmale von Heimtücke und der Absicht aus, Susanna getötet zu haben, um die vorherige Vergewaltigung zu verdecken.

Die Leiche der Schülerin war am 6. Juni gefunden worden. In seiner Vernehmung gestand Ali B., Susanna getötet zu haben, bestritt jedoch eine Vergewaltigung. Der 21-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Das Landgericht hat für den Mordprozess bis zum 9. Mai zunächst zwölf Verhandlungstage angesetzt.

In einem gesonderten Prozess wird dagegen noch die mehrfache Vergewaltigung einer Elfjährigen verhandelt, Ali B. soll einer der Täter gewesen sein. Angeklagt ist auch ein mit Ali B. befreundeter und nach Angaben der Staatsanwaltschaft mindestens 14 Jahre alter afghanischer Staatsangehöriger.

Ali B. wird von der Staatsanwaltschaft außerdem vorgeworfen, einen Mann im Wiesbadener Kurpark mit Waffengewalt überfallen und ihm unter anderem seine Bankkarte, ein Smartphone und weitere Wertgegenstände gestohlen zu haben. Die Anklage wurde wegen schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Nötigung erhoben. (dpa)

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