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Die Mühlheimer Mainfähre.

Reparatur

Fährbetrieb beginnt später

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Die Mühlheimer Mainfähre ist maroder als gedacht. Die  Bürgerinitiative ärgert sich.

Die Mühlheimer Mainfähre muss doch aufwendiger repariert werden als bisher gedacht. Der Fährbetrieb zwischen Mühlheim und Maintal-Dörnigheim soll deshalb voraussichtlich erst in rund drei Wochen wieder aufgenommen werden. Das teilte der Kreis Offenbach jetzt mit.

Teurer als die bisher veranschlagten 50 000 Euro, die sich der Kreis Offenbach als Eigentümer der Fähre und der Main-Kinzig-Kreis teilen, werde es deshalb aber nicht, sagte Sandra Kristin Klauß von der Pressestelle des Kreises Offenbach. Weil ein „Komplettpaket“ gebucht wurde, liege das finanzielle Risiko bei der Fachfirma.

„Reparaturen, die vorher nicht ersichtlich waren“, verschieben die Wiederinbetriebnahme der Fähre, die seit Oktober 2017 stillgelegt ist. Unter der Rostschicht im Innenraum der Fähre habe sich Diesel ausgebreitet, sagte Klauß. Außerdem habe man beim Austausch der Blechplatten am Fährboden unter millimeterdicker Farbe und Rost zentimeterdick Bitumen entdeckt. Die Arbeiter hätten zunächst erfolglos im Trennverfahren mit Gas und Sauerstoff gearbeitet und es danach genauso vergebens mit Trennschleifern versucht. Ein Plasma-Schneidegerät, das aber erst organisiert werden musste, brachte schließlich den Erfolg.

Sobald alles erledigt ist, folgt die Landrevision mit Gutachtern der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, die das Fährzeugnis – eine Art TÜV-Plakette – für fünf Jahre erteilen.

Bei der Bürgerinitiative (BI) Fähre ärgert man sich über die Verlautbarung des Kreises. Schließlich sei in einem 2017 in Auftrag gegebenen Gutachten zu lesen, dass Boden-, Seiten- und Deckbleche in einem „für das Alter der Fähre guten Zustand“ seien. „Warum war es dem Kreis Offenbach in dieser Zeit nicht möglich, Mängel rechtzeitig festzustellen und zu beseitigen?“, fragen die BI-Mitglieder und sprechen von „Dilettantismus“.

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