Kirchen in Hessen

Mehr Frauen in geistliche Spitzenämter

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Die evangelische Kirche will mehr Frauen in Leitungsämtern. Deshalb dokumentiert sie Frauenbewegung in der EKHN nun online.

Die evangelische Kirche will mehr Frauen in Leitungsämtern. Es solle auf allen Ebenen sichtbar werden, dass Frauen Kirche mitgestalten“, sagte die stellvertretende Kirchenpräsidentin, Ulrike Scherf, anlässlich einer Tagung in Darmstadt. Es sei für eine Organisation zentral, dass sich vielfältige Sichtweisen auch in den Führungsetagen abbildeten, so Scherf. Deshalb sollten Frauen auch mehr geistliche Leitungsämter wahrnehmen. In Bezug auf die Vielfalt habe die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) noch „viel Luft nach oben“, sagte Scherf. In der EKHN ständen beispielsweise 25 Dekanen lediglich zehn Dekaninnen gegenüber.

Bis in die 1970er Jahre hinein gab es auch in der EKHN fast ausschließlich Kirchenpräsidenten, Pfarrer oder Dezernenten. Zwar hätten wie auch in anderen evangelischen Kirchen Frauen an der Basis den größten Teil der Aktivitäten in den Gemeinden getragen. Bei Leitungsaufgaben seien sie allerdings kaum zu finden gewesen, heißt es in einem neuen Themenbereich, den die EKHN auf ihrer Homepage angelegt hat. Immerhin aber war es die EKHN, die in der Folge der 68er-Bewegung als erste Kirche in Deutschland 1971 Männer und Frauen im Pfarramt völlig gleichgestellt hat. Heute gibt es dort 682 Pfarrerinnen und 924 Pfarrer.

Die Geschichte der Frauenbewegung in der EKHN ist unter www.EKHN.de im Menü unter „Über uns“ und „Geschichte“ zu finden. Außerdem ist dazu ein Artikel auf Wikipedia erschienen. Bislang war das Thema fast nur in Büchern zu finden.

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