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Es geht voran in Sachen Kurhaus

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Bei den Kurhaus-Planungen wird auch geschaut, ob Bushaltestellen verlegt werden können. Priedemuth
Bei den Kurhaus-Planungen wird auch geschaut, ob Bushaltestellen verlegt werden können. Priedemuth © jp

Grober Zeitplan für nächste Schritte steht / Veränderte Busanbindung wird geprüft

BAD HOMBURG - Wir halten Sie auf dem Laufenden“, versprach die Präsentation zur Zukunft des Kurhauses im September 2020, es wurde sogar eine eigene Plattform für das für die Stadt so wichtige Projekt aufgebaut. Doch in den vergangenen Monaten war es auffallend still auf www.kurhaus-bad-homburg.de. Der letzte Eintrag stammt vom 6. April.

Dass es so gar nichts substanziell Neues gab, monierte BLB-Fraktionschef Armin Johnert im Parlament. Als Antwort auf eine Anfrage, wann es denn nun mal weitergehe, erklärte Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) kurz: „Am 24. November.“ Dann soll es zumindest für die Politik einen Überblick geben - nach der Stadtverordnetenversammlung im Bürgerhaus Kirdorf.

Mit Datum 7. November lädt Kurdirektor Holger Reuter „die Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung“ ein, um sie über den Stand der Planung sowie das weitere Vorgehen zur Weiterentwicklung des Projekts zu informieren. Es seien, so heißt es in der Einladung, „weitere Schritte für den Prozess ,Zukunftsfähiges Kurhaus‘“ gemacht worden.

Und wann sollen die Bürger informiert werden? Dazu sagt die Stadt: „Zunächst wird der aktuelle Sachstand in den Gremien und der Politik vorgestellt. In der ersten Dezemberhälfte wird dann breit informiert“, kündigt Stadtsprecher Marc Kolbe an.

Dabei geht es allerdings noch nicht um die komplett fertigen Konzepte. „Es ist ein Zwischenstand zu den drei grundsätzlich möglichen Modellen - also Sanierung, Neubau mit historisierender Fassade und Neubau mit moderner Fassade.“ Diese Zwischenergebnisse werden, gibt Kolbe einen Ausblick, in den folgenden Monaten nach den entsprechenden Rückmeldungen noch einmal verfeinert. Auch soll es eine dann aktuelle Preis-Kalkulation geben. Im April könnten dann drei belastbare Konzepte vorgelegt werden, so dass die Bürger bei einer Befragung ihre Einschätzung abgeben können.

Büro mit Verkehrsstudie beauftragt

Man darf gespannt sein, denn hinter den Kulissen wurde offenbar viel nachgedacht. So hat die Stadt zwischenzeitlich im September den Auftrag zu einer „verkehrstechnischen Machbarkeitsuntersuchung zur Lage der Bushaltestellen und Linienführung der Busse im Bereich des Kurhauses“ an eine Fachfirma aus Dresden vergeben. Entwickelt und bewertet werden sollen ausdrücklich mehrere Varianten. Die Firma kennt sich aus, hat bereits 2016/17 das Parkraumbewirtschaftungskonzept der Kurstadt erstellt und sowohl die Nutzen-Kosten-Untersuchung als auch die Objektplanung und die Projektsteuerung für die Verlängerung der U 2 übernommen. Bis Dezember soll geprüft werden, was geht und was nicht, „damit die Verwaltung auf alle Fragen, die im Zuge der weiteren Überlegungen seitens der Architekten auftauchen könnten, Antworten hat“, sagt Stadtsprecher Kolbe zum Zweck der Studie.

Über die Haltestellen-Infrastruktur am Kurhaus wurde in jüngerer Vergangenheit mehrfach diskutiert - für eine klassische Doppel-Haltestelle mit barrierefreiem Einstieg fehlt auf der Seite vor dem Louisenbau der Platz. Kreative Ideen gab es bereits, als es um den Bau des jetzigen Kurhauses ging. So sind in der Broschüre zur Projektvorstellung aus den 1980ern fünf Varianten zu einer möglichen Verkehrsführung zu finden - von einer unterirdischen Straßenführung von der Ludwigstraße zum Schwedenpfad unter dem Bereich des heutigen Beach-Clubs bis hin zu einer de facto verkehrsberuhigten Thomasstraße, in der die Tunneleinfahrt zur Kurhausgarage noch auf der Thomasbrücke unter die Erde führt.

Eine Variante sah sogar einen Durchbruch des Schwedenpfads als Einbahnstraße zur Dorotheenstraße vor, wo auch eine Bushaltestelle für die Abfahrten Richtung Bahnhof Platz gefunden und der Kraftverkehr eine Anbindung an das damalige Parkhaus gehabt hätte.

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