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Erste Hilfe für verletzte Seelen

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Kinderschutzbund sucht Ehrenamtliche für Sorgentelefon / Bedarf massiv gestiegen

HOCHTAUNUS - Der Kinderschutzbund Hochtaunus sucht für das Kinder- und Jugendtelefon (KJT) und das Projekt „Jugendliche beraten Jugendliche“ (JbJ) engagierte Menschen, die Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lagen helfen möchten.

Das Kinder- und Jugendtelefon ist ein telefonisches Gesprächs- und Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche jeden Alters, für die das Leben gerade schwierig ist. Ärger mit Freunden, nervige Eltern, Stress in der Schule: Das Angebot bietet die Möglichkeit, sich einfach den Kummer von der Seele zu reden.

Jährlich werden in den Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes Hochtaunus circa 8500 Anrufe entgegengenommen, aus denen sich etwa 1870 konkrete Beratungen ergeben haben. Dabei werden weder Name noch Wohnort des anrufenden Jugendlichen erfragt. Die Nummer gegen Kummer ist deutschlandweit geschaltet. Am Kinder- und Jugendtelefon erhalten Hilfesuchende montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr eine kostenlose telefonische Beratung. Derzeit gibt es 76 Standorte in Deutschland, also an Werktagen 76 offene Leitungen, die von rund 2235 ehrenamtlich tätigen, ausgebildeten Beratern besetzt sind. Das Kinder- und Jugendtelefon der „Nummer gegen Kummer“ besteht seit 1980 und ist damit eines der ältesten telefonischen Beratungsangebote der Welt. Seit dem Jahr 1997 besteht die bundesweit einheitliche Rufnummer (08 00) 111 03 33.

„Um das Beratungsangebot aufrechtzuerhalten, sind wir jedes Jahr darauf angewiesen, dass wir ehrenamtliche Berater finden, die ein offenes Ohr für junge Menschen haben, die mit ihren Problemen nicht alleine weiterkommen und gerade niemand anderen als Ansprechpartner haben“, sagt Frau Dorit Sadrinna, Koordinatorin des KJT des Kinderschutzbundes Hochtaunus.

Neues Format geplant

Nach persönlicher Vorstellung und Auswahlgesprächen werden die zukünftigen Berater bei einer mehrmonatigen Ausbildung in vorwiegend abends und am Wochenende stattfindenden Seminaren unter der Leitung von Diplom-Psychologen geschult. Die Schwerpunkte liegen auf Kommunikationsmethoden sowie dem Umgang mit Pubertäts- und Konfliktthemen.

Neu implementiert werden soll das Format „Jugendliche beraten Jugendliche“ (JbJ). Hierfür sucht Koordinatorin Christina Stupp junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 23 Jahren, die bereit sind, Ansprechpartner für Gleichaltrige oder Jüngere für diverse Alltagsfragen zu sein. Für die etwa 70 Stunden dauernde Ausbildung sucht die Organisation engagierte junge Menschen, die Spaß am Telefonieren haben, gut zuhören können und bereit sind, sich mit psychologischen Themen zu beschäftigen.“ Infos gibt es online unter www.kinderschutzbund-hochtaunus.de. judo

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