Hanau

Erste Bewohner  auf Ex-US-Militärgelände

Kaserne war früher: In Hanaus größter ehemaliger US-Militärkaserne, in der Umbauarbeiten zu einem großen Wohngebiet laufen, sind die ersten Bewohner eingezogen.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) begrüßte die ersten Bewohner persönlich und sprach von einem „weiteren Meilenstein in der Konversionsgeschichte“. Mit Konversion wird die Umwandlung ehemaliger Militär-Areale für eine zivile Nutzung bezeichnet.

Die neuen Bewohner sind auf einem Teilgebiet des Pioneer Parks eingezogen. Es nennt sich Triangle Housing und bietet 372 Wohneinheiten in 17 Bestandsblöcken, die kernsaniert werden. Der erste Bauabschnitt mit drei Blöcken ist fertiggestellt, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Es seien „bezahlbare Eigentumswohnungen“, die weniger als üblich auf dem angespannten Wohnungsmarkt im Rhein-Main-Gebiet kosten. Fast alle der 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen sind bereits verkauft oder reserviert.

Die Umwandlung der ehemaligen Pioneer-Kaserne im Stadtteil Wolfgang in ein modernes Wohngebiet ist das größte Bauprojekt der Hanauer Nachkriegsgeschichte. Das 50 Hektar große Areal, das seit dem Abzug der US-Armee 2008 verlassen war, soll zu einem Quartier mit 1600 Wohneinheiten für 5000 Menschen werden. Die Gesamtkosten werden vom Projektentwickler auf 500 Millionen Euro beziffert. In dem Quartier sollen Wohnungen für jeden Geldbeutel und jedes Alter entstehen. Das Bauprojekt auf dem gesamten Areal soll Ende 2023 fertiggestellt sein.

2008 zogen die Amerikaner aus Hanau ab und hinterließen in der Stadt rund 340 Hektar militärisch genutzte Fläche. Das entspricht der Fläche von mehr als 470 Fußballfeldern. Mehr als 200 Hektar davon hat die Stadt in den vergangenen Jahren bereits entwickelt. Der Pioneer Park ist für Hanau das größte Konversionsprojekt. (dpa)

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